Nordrhein-Westfalen
Positive Bilanz und Optimismus für 2005
Ebäcko Generalversammlung: Umsatz um 1,7 Prozent auf 70,2 Mio. Euro gestiegen

Versammlung der Ebäcko: Blick in den gut gefüllten Saal „brökers Backhalle” mit seinem originellen Ambiente. Fotos: Heck
In einem Grußwort wies Bäko-Nord Geschäftsführer Lutz Henning darauf hin, dass man sich im Bäko-Verbund als eine Gruppe betrachten müsse, die in einem von internationalen Interessen beherrschten Markt nur dann erfolgreich mitspielen könne, wenn man seine Interessen entsprechend bündele.
Geschäftsführer Ulrich Bücker konnte im Anschluss an eine Video-Dokumentation des Jahres 2004 dabei eine positive Bilanz ziehen. So wuchs der Umsatz der Genossenschaft um 1,7 Prozent auf rund 70,2 Mio. Euro.
Die Zahl der Mitglieder liegt bei 525 bei leicht rückläufiger Tendenz. In der Rangfolge der deutschen Bäkos steht die Ebäcko bundesweit auf Platz sieben. Dabei sind nicht die Umsätze des Tochterunternehmens, der Bäko Service GmbH in Bielefeld, berücksichtigt. Diese erwirtschaftete allein einen Umsatz von 22,2 Mio. Euro. Durch das gemeinsame Engagement in Ostwestfalen habe man weitere Synergieeffekte erzielen können, so Bücker. Kosteneinsparungen seien ebenso die Folge wie eine verbesserte Ertragslage.
Außerdem sie es gelungen, die Dienstleistungen der Ebäcko im gesamten Geschäftsgebiet auszubauen und erfolgreich anzubieten. Eine Optimierung des Fuhrparks führte zu weiterem Kostenabbau und ein ausgeklügeltes Logistiksystem ermögliche nun eine effektivere Belieferung aller Mitglieder im Einzugsgebiet.
Es gelte auch künftig, das Angebot der Serviceleistungen der Genossenschaft zu optimieren und den Bedürfnissen der Mitglieder anzupassen, führte er aus. Nur so könne es noch besser gelingen, Hilfestellungen in einem immer schwieriger werdenden Markt zu geben. Die Devise für das backende Handwerk könne auf Dauer nur lauten: „Billig müssen viele sein - wir können nur gut!”
Den ersten Schritt in diese Richtung habe man im vergangenen Jahr vollzogen, so der Ebäcko-Chef weiter, abzulesen sei dies unter anderem an der Steigerung des Umsatzes in der Warengruppe Rohstoffe und gleichzeitig deutlichen Rückgängen bei Fertigmehlen und Tiefkühlteiglingen. „Die Bäcker stellen ihre Produkte wieder verstärkt nach eigenen Rezepten her”, freute er sich. Nur so könne die Unverwechselbarkeit und Qualität der handwerklichen Backwaren heraus gestellt werden. Diese Situation habe auch die Umsätze bei den Maschinen (+3,8 %) klettern lassen, das Investitionsklima helle sich auch hier sichtbar auf. Bereits im ersten Halbjahr 2005 konnte ein hier weiteres Plus von 2 Prozent verzeichnet werden.
Der Erfolg schlägt sich auch für die Mitglieder und Kunden der Genossenschaft nieder. So konnten 706.000 Euro Bonusvergütungen zurückgezahlt werden, aus dem Jahresüberschuss gab es zusätzlich eine Dividende in Höhe von 5 Prozent.
Allerdings, so räumte Bücker ein, stagniert das Snack-Geschäft derzeit nach Jahren des stetigen Wachstums. Das Dosenpfand habe zudem den Getränkeabsatz erheblich einbrechen lassen.
Bei der Neuausrichtung der Strategie sei auch das Lager Minden geschlossen und in das Lager Bielefeld verlegt worden. Aufgebaut wurde der virtuelle Ebäcko-Shop, in dem alle Rohstoffe verzeichnet und per Mausklick auch die Informationen über Herkunft, Zusammensetzung und mögliche allergene Stoffe bereit stehen.
Bei den turnusmäßigen Wahlen zum Aufsichtsrat verzichteten die bisherigen Mitglieder Bernd-Josef Rawers (Ahaus) und Wilhelm Wiemeler (Münster) auf eine erneute Kandidatur. Volker Erdbrügger (Bünde), Hermann Oltersdorf (Lübbecke) und Wilhelm Wolke (Schwege) wurden in ihren -mtern bestätigt.
Weitere Nachrichten aus Regional vom 28.07.2005:
Obermeister Hans Gotzler geehrt
Ansehnliche Leistungen
Handwerk und Bürgschaftsbank
1034 Euro-Spende
Sesar liefert keine Gebäcke mehr
Weiter erfolgreich auf Wachstumskurs
Wir gratulieren
Kammer mit mehr Befugnis
Festlaible für guten Zweck
Durchweg gute Brote

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"