Bayern
Perspektive für Mittelstand
Kammerpräsident Traublinger zur anstehenden Neuwahl
München (hk). Als die Gelegenheit für einen echten Neuanfang bezeichnete Handwerkskammerpräsident Heinrich Traublinger, die geplanten Neuwahlen zum Deutschen Bundestag beim Sommerempfang der Handwerkskammer für München und Oberbayern.
„Dem Sommer der Entscheidung muss ein Herbst der Veränderung folgen!“, betonte Traublinger. Zu dem Empfang konnte der Handwerkskammer-Präsident über 350 Ehrengäste begrüßen, unter ihnen Bayerns Finanzminister Faltlhauser.
Traublinger machte deutlich, dass den kleinen und mittleren Betrieben und damit auch den Arbeitskräften die Perspektive gegeben werden müsse, „dass sich etwas bewegt in unserem Land“. Ein Grundsatz hierbei laute „Weniger Staat und mehr unternehmerische Freiheit“. Dies bedeute zum einen eine Absenkung der Staatsquote auf unter 40 Prozent, um der Privatwirtschaft den nötigen Freiraum zu verschaffen.
Der zweite notwendige Schritt sei eine Modernisierung des Steuersystems. Traublinger bekräftigte, dass mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer der falsche Einstieg in eine Reform gewählt würde, weil sie den Anreiz zur Schwarzarbeit erhöhe und gerade die konsumnahe, binnenorientierte Wirtschaft belaste statt entlaste.
Traublinger wörtlich: „Das Handwerk braucht ein Steuersystem, das den Mittelstand mehr achtet!“ Ein richtiger Ansatz sei zum Beispiel die Erbschaftsteuerreform mit einer Abhängigkeit der Steuerschuld von der Dauer der Betriebsfortführung. Der dritte wichtige Ansatzpunkt sei eine Reform der sozialen Sicherung, erklärte der Handwerkskammerpräsident.
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