Regional

Obermeister Assmann bleibt weiter im Amt

Versammlung der Bäckerinnung Uelzen/Lüchow-Dannenberg / Vortrag zum Thema Energieeinsparung


Niedersachsen

:Uelzen-Hanstedt (tay). Auch im laufenden Jahr müssen die Mitglieder der Bäckerinnung Uelzen/Lüchow-Dannenberg ohne stellvertretenden Obermeister auskommen. Nach dem Zusammenschluss beider Innungen sah die Satzung vor, dass entweder Obermeister oder Stellvertreter aus jeweils einer der bisherigen Innung stammen muss. Mit Erich Assmann wurde im vergangenen Jahr der Obermeister aus der Innung Lüchow-Dannenberg gewählt. Da sich auch auf der jüngsten Jahreshauptversammlung kein Kandidat aus der Innung Uelzen für den Posten des Stellvertreters fand, beschlossen die Mitglieder, dieses Thema auf das nächste Jahr und die folgende Sitzung zu vertagen.

Zahlen und Fakten zu Prüfungsergebnissen legte Lehrlingswart Arne Bertram vom gleichnamigen Café in Lüchow den Kollegen in der Versammlung vor. In Verbindung mit der neuen Prüfungsverordnung und dem damit gestiegenen Anspruch sind die Ergebnisse bei den Bäckern schlechter geworden. „Das Umsetzen der verschiedenen Aufgaben ist im Ergebnis vom Niveau her gering ausgefallen“, so Arne Bertram. „Fast alle Ergebnisse liegen um ein bis zwei Noten schlechter.“ Zwar könne die Neuerung der Bewertung, die die Prüflinge über ihre ausgeführten Arbeiten selbst vornehmen müssen, als positiv bewertet werden, „aber es gibt auch viele Schüler, die eben nicht so wortgewandt sind.“

„Warum erhöhen wir nicht einfach die Prüfungsgebühr für Kollegen, die nicht der Innung angehören“ stellte ein Innungsmitglied in der Versammlung die Frage. Die Gebühr liegt derzeit bei 120 Euro für Innungsmitglieder und 190 Euro für Nichtmitglieder. „Das geht nicht so einfach“, erläuterte der Geschäftsführer. „Die Gebührenordnung wird von der Kammer festgelegt.“ Allerdings sei es möglich, den Betrag für Innungsmitglieder einfach zu senken.

Abschließend gab Mathias Götting, Betriebsberater des Bäckerinnungs-Verbandes Niedersachsen/Bremen in einem Vortrag zum Thema „Wie kann der Bäckereibetrieb den ständig steigenden Energiekosten begegnen?“ zahlreiche Erläuterungen. Wärmeverluste am Backofen, falsche Ein- und Ausschaltzeiten treiben die Negativbilanz bei den Kosten ebenso in die Höhe wie bei vielen Kälteanlagen, „die meist rund um die Uhr in Betrieb sind.“ Hier spielen die Öffnungszeiten der Türen eine wichtige Rolle. „Die Kälte fällt hierbei förmlich aus dem Objekt heraus.“ Eine große Anzahl von Geräten könnte durchaus in vielen Betrieben auf eine Kühlzelle reduziert werden. „Trotz der Anschaffungskosten amortisiert sich solch ein Objekt relativ schnell.“ Ein Kühltresen im Verkaufsraum kann nach den Worten von Götting über Nacht durchaus abgeschaltet werden. Und ein besonders wichtiger Punkt: „Bei den Mitarbeitern sollte ein Bewusstsein zum Sparen geweckt werden.“


Artikel vom 26.05.2008
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