Baden & Württemberg

OM Wolfgang Kress im Amt bestätigt

Versammlung der Bäckerinnung Weinheim mit Vorstandswahlen


Weinheim (p). „Unser Handwerk muss sich verstärkt gegen die Billiganbieter abgrenzen“, forderte Obermeister Wolfgang Kress bei der Hauptversammlung der Bäckerinnung Weinheim, zu der sich alle Betriebsinhaber sowie als Gäste der Mannheimer Innungschef Norbert Magin mit Geschäftsführerin Vera Wolf getroffen haben. In seinen weiteren Ausführungen zum Geschäftsbericht erwähnte OM Wolfgang Kress, dass die traditionellen Bäckereien im harten Wettbewerb mit Back-Discountern und Aufbackstationen, bedingt durch absolute Spitzenqualität, Sortenvielfalt und Spezialprodukten wieder Boden gutmachen konnte. Weitere Themen waren die Umsetzung der EU-Hygiene-Verordnung, die neue Ausbildungsverordnung für Verkäuferinnen und Öffentlichkeitsarbeit.

Nach den jeweiligen einhelligen Zustimmungen zu der Jahresrechnung 2005 und dem Haushaltsplan für 2006 – vorgetragen von Geschäftsführer Werner Hörner – erfolgte unter Leitung von Verbandsgeschäftsführer a.D. Wolfgang Mößner die Wahlen. Wolfgang Kress wurde wiederum einstimmig zum Obermeister gewählt, ebenso Edgar Muschelknautz zu seinem Stellvertreter sowie Wolfgang Mayer zum Lehrlings- und Werbewart und als Vorstandsmitglied.

Das Hauptreferat hielt das Ehrenmitglied der Bäckerinnung Weinheim, Wolfgang Mößner, amtierender Chef der Mittelstandsvereinigung (MIT) von Nordbaden und Vorsitzender der Entbürokratisierungskommission der MIT von Baden-Württemberg. In seiner Rede ließ er die vergangenen zwei Jahre Revue passieren und ging ausführlich unter dem Gesichtspunkt des Handwerks und des Bäckergewerbes auf den Koalitionsvertrag ein. Dabei sparte Mößner nicht mit berechtigter Kritik. Aufs schärfste verurteilte er die Neuregelung zum Rentenentlastungsgesetz, die von den Betrieben ab diesem Jahr einen vorgezogenen Termin zur Überweisung der Sozialversicherungsbeiträge verlangt. „Das ist durch ein durch nichts zu rechtfertigender Liquiditätsverlust für unsere Betriebe und bedeutet eine zusätzlichen bürokratischen Aufwand, den wir doch eigentlich abbauen wollten.“

Dann machte Wolfgang Mößner eine Bestandsanalyse zu folgenden aktuellen Themen: Sozialversicherungsrechtlicher Status mitarbeitender Familienangehöriger, Insolvenzgeldumlage, novellierte Handwerksordnung und Unfallversicherung sowie die Gebührenfestsetzung bei Kontrollen im Rahmen der Lebensmittelüberwachung.


Artikel vom 18.05.2006
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