Baden & Württemberg

Neues Unterrichtskonzept ging auf

Meisterfeier der HWK Region Stuttgart: 18 Jungmeister erhielten ihren Meisterbrief


Stuttgart (pgö/dk). Das Bestehen der Meisterprüfung sei wie der Anpfiff für ein neues Spiel in der Karriere eines Handwerkers, meinte Rainer Reichold, Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart (HWK). Das Training sei vorbei, die Meisterliga eröffnet und „nun sind Können, Kondition und Teamfähigkeit gefragt“. In der zentralen Meisterfeier hatte er die erfreuliche Aufgabe, 650 junge Meisterinnen und Meister aus 30 Berufen ihre verdienten Meisterbriefe zu übergeben.

Die Festrede hielt, dem Motto „Anpfiff“ entsprechend, Dr. Markus Merk, DFB- und FIFA-Schiedsrichter aus Kaiserslautern. Das bunte Programm der geselligen Feier reichte von Live-Musik über Sportakrobatik, von Gewinnspiel bis Kinderunterhaltung und Bewirtungsangeboten.

Bei der dezentralen Vergabe der Meisterbriefe freute sich der Vorsitzende der Prüfungskommission der Bäcker, Dr. Andreas Baitinger, über das doch recht gute Abschneiden des Kurses. „Jeder, der die Meisterprüfung besteht, hat Meisterliches geleistet“, so Dr. Baitinger in seiner Rede.

Auch Hans-Georg Baum, Schulleiter der Württembergischen Bäckerfachschule (WBFS), war voll des Lobes. „Wir hatten zwar noch nie so wenig Schüler in einem Meisterkurs, aber dafür schon lange nicht mehr so gute Absolventen“, so Baum zu den Jungmeistern und Gästen.

Die guten Ergebnisse führt Baum zurück auf das neue Konzept der Unterrichtsgestaltung an der Bäckerfachschule. So werden seit diesem Jahr die allgemeinen Teile III und IV des Prüfungsstoffes zeitlich getrennt von den fachlichen Teilen unterrichtet. Der Kurs nimmt dabei in den ersten acht Wochen die Inhalte der allgemeinen Teile durch und legt auch die Prüfung dazu ab. Erst danach werden die Inhalte zu den fachlichen Teilen I und II vermittelt. So könnten sich die Schüler viel besser auf die jeweiligen Teile konzentrieren und würden in den Prüfungen insgesamt besser abschneiden. Interessenten rät er, gleich nach der Gesellenprüfung die Teile III und IV abzulegen und erst dann einige Jahre Berufserfahrung zu sammeln.

Als beste Absolventen wurden Tobias Scheytt, Christoph Dragheim und André Rockstroh mit einem Preis der Prüfungskommission ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt noch der Kursbeste Tobias Scheytt den Kurt-Katz-Preis.


Artikel vom 02.08.2007
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