Niedersachsen

Neue Meister hat das Land

26 Kandidaten der Bäckerfachschule Hannover „gekürt“


Hannover (wk). Mehr frisch gebackene Bäckermeister und Bäckermeisterinnen konnte der Lehrsaal der Bäckerfachschule in Hannover kaum fassen. Rund 70 Gäste, unter ihnen der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Stephan Weil, kamen zur vorweihnachtlichen Meistererhebungsfeier des diesjährigen Kurses. Von 29 Teilnehmern hatten es 26 geschafft, die Meisterwürde zu erlangen. Nicht nur von der Anzahl her ein Rekord, sondern auch bemerkenswert, was die praktischen Leistungen angeht, betonte der Prüfungsausschussvorsitzende, Gerhard Bänsch, bei der Übergabe der begehrten Zertifikate. Neun mal „gut“, das habe es lange nicht mehr gegeben.

Klassenbester wurde Ants Aedmaa aus Tartu in Estland, dicht gefolgt von André Schiller aus Berlin und Thorben Kalthoff aus Stade. Aber auch alle anderen konnten zufrieden sein – denn schließlich, so Bänsch, komme es jetzt darauf an, was jeder Einzelne daraus mache.

Meister zu sein, bedeutet ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verantwortung zu übernehmen und für gute Qualität zu sorgen, sagte Oberbürgermeister Weil in seiner Ansprache und machte den Jungmeistern und –meisterinnen Mut, auch den Sprung in die Selbstständigkeit zu erwägen.

Was wäre eine Rede des Landesinnungsmeisters Klaus Borchers ohne eine passende Anekdote. Diesmal ging es um einen jungen Königssohn, der die Gunst einer holden Schönheit erst dann gewann, nachdem er sich zu einem ordentlichen Handwerker hatte ausbilden lassen. Auch das Bäckerhandwerk habe eben nach wie vor goldenen Boden.

Immerhin werden von rund 16.000 Betrieben mit rund 40.000 Filialen, pro Jahr 12 Milliarden Euro umgesetzt. Das, so Borchers, erreicht keine andere Branche – nicht mal Mc Donald´s. Trotz allem weht dem Bäckerhandwerk aber ein frischer Wind entgegen, dem man am effektivsten mit Qualität und Transparenz trotzen könne. Den Erfolg sichert auch eine starke Organisation, die die Interessen des Bäckerhandwerks vertritt. Borchers appellierte daran, sich hier einzubringen, um die Zukunft des Bäckerhandwerks mitzugestalten.

Viel Lob und Anerkennung bekam der Schulleiter Wilhelm Hundertmark und sein Kollegium Karsten Bormann und Mathias Zaudke, nicht nur von den Gastrednern, sondern auch von den Kursteilnehmern selbst. Sie hätten es verstanden, den schwierigen Stoff auf einprägsame und interessante Art und Weise zu vermitteln.


Artikel vom 21.12.2006
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