Sachsen
Neue Fachkräfte hat die Region
Erste gemeinsame Freisprechung der Innungen Muldentalkreis und Leipziger Land

Die Jung-Gesellen und Fachverkäuferinnen des Bäckerhandwerks aus den Landkreisen Leipziger Land und Muldental erhielten ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse im Rittersaal von Schloss Trebsen. Foto: Salden
„Ich bin sehr überrascht, dass die Handwerker aus beiden Kreisen gemeinsam zur Freisprechungsfeier nach Trebsen als dem Mittelpunkt des heutigen Muldentalkreises gekommen sind“, zeigte sich Landrat Dr. Gerhard Gey freudig überrascht und zollte der Herangehensweise der beteiligten Innungen seinen Respekt. Zudem dankte er den Handwerksbetrieben – allein in seinem Landkreis sind über 1.800 handwerkliche Unternehmen ansässig – für ihren wesentlichen Beitrag, den sie sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region als auch für die berufliche Ausbildung der jungen Leute leisten. „Damit schaffen die Ausbildungsmeister eine wesentliche Grundlage dafür, dass der berufliche Nachwuchs hier in der Heimat verankert wird und nicht den Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in anderen Bundesländern hinterherlaufen muss.“
Bis Ende Juli konnten im Kammerbezirk Leipzig 746 neue Lehrverträge in die Handwerksrolle eingetragen werden. Bei der anschließenden Zeugnisübergabe erhielten insgesamt 19 junge Leute, die in Mitgliedsbetrieben der beiden Bäcker-Innungen im Muldentalkreis und im Landkreis Leipziger Land erfolgreich ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben, aus den Händen von Obermeister Hans-Georg Schimkus (Muldental) und Conrad Meißner (Leipziger Land) ihre Gesellenbriefe bzw. Abschlusszeugnisse, darunter acht Jung-Gesellen, zehn Fachverkäuferinnen und eine Konditorin. Im Muldentalkreis erzielten dabei die beiden Gesellen Sascha Kudwin (Ausbildungsbetrieb Volker Wolf, Ammelshain) und Georg Dögnitz (Ausbildungsbetrieb Hans-Georg Schimkus, Wurzen) die besten Ergebnisse. Als Jahrgangsbeste wurden jedoch Fachverkäuferin Viktoria Müller und Geselle Matthias Klein geehrt, die ihren Beruf in „Hennig’s Bäckerei“ Pegau erlernt hatten. Um so mehr ärgerte es ihren Ausbildungsmeister Jens Hennig, zugleich Obermeister der Bäckerinnung Leipziger Land und Kreishandwerksmeister, ihnen zu diesem Erfolg im Rahmen der Feierstunde nicht persönlich gratulieren zu können – kurzfristig auftretende Komplikationen beim Neubau des Handwerksbetriebes in Rüssen-Kleinstorkwitz verhinderten bedauerlicherweise die Teilnahme von Jens Hennig an der Feierstunde.
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