Baden & Württemberg

Netzwerke immer wichtiger

Thomas Mayer, 1. Vorsitzender der Handwerksjunioren


Neckarelz (clk). Eine erste Zwischenbilanz seiner Vorstandstätigkeit zog der am 22. Mai 2006 einstimmig an die Spitze der Junioren des Handwerks Baden-Württemberg gewählte Neckarelzer Bäckermeister Thomas Mayer gegenüber der ABZ. Mayer stellte dabei noch so manche zukünftige Ziele des eingetragenen Vereins vor.

Die Junioren des Handwerks Baden-Württemberg sind die offizielle, gewerksübergreifende Nachwuchsorganisation des Handwerks in Baden-Württemberg. Der Landesverband ist ein gemeinnütziger und dezentral organisierter Verband. Die 18 Ortsverbände mit ihren 1500 Mitgliedern, der Neckar-Odenwald-Kreis ist mit stolzen 125 Mitgliedern vertreten, bilden die Basis der Junioren des Handwerks. Sie sind Mitglied im Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) und stehen in regem Gedankenaustausch mit den Handwerkskammern.

Der immer rasanter werdende wirtschaftliche Strukturwandel, so Thomas Mayer, fordere zukünftig vom Handwerk immer bessere Problemlösungen. Dafür besitze man im Handwerk die optimalen Grundlagen. Für einen Handwerker mit abgeschlossener Berufsausbildung müsse aber „Weiterlernen” eine hohe Priorität haben.

Die Junioren des Handwerks führen Meister, Betriebsinhaber, Geschäftsführer aus allen Bereichen zusammen und bilden einen Zusammenschluss junger und jung gebliebener Handwerker über alle Gewerke hinweg. Kooperationen und Freundschaften dürften auch gerne entstehen. Dieses Zusammentun, die „Bildung von Netzwerken”, werde sicher die Zukunft stark beeinflussen. Gerade in den wirtschaftlich nicht sonderlich rosigen Zeiten gewinne dies immer mehr an Bedeutung. Es sei wichtig, eine starke Gemeinschaft zu bilden, um gemeinsam auftreten zu können. Nur so sei es möglich, auch die Interessen des Junghandwerks gegenüber der Politik, der Verwaltung, den Banken, etc. zu artikulieren und deutlich zu machen.

Weitere Ziele seien beispielsweise die Stärkung des Meistertitels, Bürokratiereduzierung durch Abbau von überflüssigen Verwaltungsvorschriften für Betriebe und Abschaffung der gesetzlichen Rentenversicherung für selbständige Handwerksmeister sowie die Halbierung des Mehrwertsteuersatzes für Handwerksleistungen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit.


Artikel vom 16.02.2007
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