Nordrhein-Westfalen

Mut zur Leistung belohnt

Jahrgangsbestenfeier im Fahrsicherheitszentrum


Neuss (rh). Die Kreishandwerkerschaft des Rheinkreises Neuss ist inzwischen dafür bekannt, für ihre Jahresbestenfeier ausgefallene Orte auszusuchen. Ob Galopprennbahn, Theater oder wie diesmal, das Fahrsicherheitszentrum des ADAC: Attraktiv ist es für die Beteiligten immer. Zu den Besten der Besten zählte aus dem Bäckerhandwerk der Bäckergeselle Florian Otten (Ausbildungsbetrieb Paul Otten, Korschenbroich), sowie die Bäckereifachverkäuferin Sabine Haperscheidt (Erika Huber, Neuss).

Bei der diesjährigen Ehrung der Jahrgangsbesten hob Kreishandwerksmeister Roland Geller hervor, dass auch die Öffentlichkeit von den Spitzenleistungen im Handwerk Kenntnis nehmen sollte. Seit Jahren und Jahrzehnten bilde das Handwerk über Bedarf aus. Es habe damit keinen Vergleich zu scheuen. Die Kompetenz der Ausbilder sollte dabei im Mittelpunkt des Interesses stehen. Dies setze auch pädagogische Fähigkeiten voraus, mahnte er an. Die Ausbilder-Eignungsverordnung sollte wieder eingeführt werden, fordert Geller. Der Nutzen der praxisorientierten Ausbildung strahle auf alle Beteiligten aus. Wichtig seien neben den Lehrjahren auch die Wanderjahre, um Erfahrungen für den Meisterbrief zu sammeln. Selbst in großen Konzernen sei eine Wanderschaft – oft weltweit – ein Sprungbrett in die Chefetagen. Die Besten der Prüfungen im Handwerk hätten jedenfalls gezeigt, dass sie mehr wollten, als nur die Prüfungen irgendwie hinter sich zu bringen.

Besondere Glückwünsche und Grüße überbrachte auch Handwerkskammer Vizepräsident Siegfried Schrempf. Wenn man das Handwerk als Karrierebasis sehe, seien die Prüfungsbesten längst auf die Strecke gegangen, aber hätten keinerlei Risiken, auf dieser zu bleiben. Im richtigen Moment gelte es wie beim Autofahren zu bremsen oder Vollgas zu geben. Siegfried Schrempf sprach den Besten diesen Mut zu. Nun sei es wichtig, auch an den Berufswettbewerben teilzunehmen und alle Chancen der Weiterbildung zu nutzen. Für die anstehende Meisterprüfung gelte: Wer kann, der darf!“ Die Glückwünsche des Vizepräsidenten galten nicht nur den Absolventen der Prüfungen, sondern auch deren Lehrer, Meister und Eltern. Sein Appell: „Tragen Sie den Stolz darauf auch nach draußen!“


Artikel vom 13.12.2007
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