Sachsen

Mit Geschick und fundiertem Wissen

Bäckerinnung Dresden begrüßt Berufsnachwuchs in ihren Reihen


Dresden (ad). Insgesamt 61 Junggesellen sprach Hans-Jürgen Matzker, Obermeister der Bäckerinnung Dresden, von den Pflichten ihrer Lehrzeit frei und begrüßte sie als Berufskollegen. Bei der traditionellen Lehrabschlussfeier gab er den Bäckerei-Fachverkäuferinnen, Bäckern und Bäckerinnen Ratschläge aus seiner Berufserfahrung mit auf den weiteren Weg.

„Dass Backen Glücksache ist, stimmt längst nicht mehr“, betonte Matzker. „Man braucht zum Backen und Verkaufen handwerkliches Geschick und fundiertes Wissen.“ Angesichts der ständigen Veränderung des Kundengeschmackes und des Kaufverhaltens sei das Lernen für die frischgebackenen Gesellen mit dem Erhalt ihrer Zeugnisse keineswegs beendet, mahnte Matzker.

„Die Prüfungsergebnisse sind wie die Stimmung im Lande“, machte der Obermeister in seinen Ausführungen deutlich. „Ausgezeichneten Leistungen auf der einen Seite stehen schlechte Resultate auf der anderen gegenüber.“ Das sei besonders bei der Fertigkeitsprüfung deutlich geworden. „Im praktischen Teil gab es sehr gute Arbeiten zu sehen, leider aber auch eindeutig nicht verkaufsfähige Ware.“ Das spiegelt sich auch in der Zahl von 11 Lehrlingen wider, die die Prüfungen nicht bestanden haben.

Das Ende der dreijährigen Lehrzeit markiere für die Berufsanfänger eine wichtige Zäsur. „Die Verantwortung für Ihr weiteres Vorankommen liegt nun allein bei Ihnen.“ Matzker empfahl seinen jungen Kollegen, sich fachlich zu engagieren und die Weiterbildung zum Meister bzw. zum Verkaufsleiter anzustreben.

Die Weiterbildung ist für Martin Hennig, den besten Dresdner Bäckergesellen des Jahres, schon längst beschlossene Sache. Der junge Mann erlernte seinen Beruf bei Landesinnungsmeister Michael Wippler und schaffte den Lehrabschluss mit einem Durchschnitt von 1,6 (Theorie 1,3/Praxis 1,9) und wird bis zum Herbst im elterlichen Betrieb erste Berufserfahrungen sammeln. Vom Oktober an kehrt er dem Bäckerhandwerk – allerdings nur zeitweilig – den Rücken und nimmt an der HTWK Leipzig ein Betriebswirtschaftsstudium auf.

Als beste Verkäuferin wurde bei der Lehrabschlussfeier Nicole Schmidt geehrt. Sie schloss ihre Ausbildung mit einem Durchschnitt von 2,1 ab (1,7/2,6) und war überglücklich, dass ihr Ausbildungsbetrieb, die Dresdner Bäckerei-Konditorei Wolfgang Krause, sie übernimmt.

Die besten Bäcker: Martin Hennig (Bäckerei Wippler GmbH, Dresden), Cornelia Haude (Bäckerei-Konditorei Dietze, Dresden), Janet Wehner (Ottendorfer Mühlenbäcker GmbH, Ottendorf-Okrilla), Sven Tamme (Bäckerei Heinze, Radebeul)

Verkäuferinnen:

Nicole Schmidt (Bäckerei-Konditorei Krause, Dresden), 2. Lorette Beyer (Bäckerei Lange, Dresden), Kathleen Richert (Ottendorfer Mühlenbäcker GmbH, Ottendorf-Okrilla)


Artikel vom 03.08.2006
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