Niedersachsen

Mit Fusion Geld gespart

Versammlung der Bezirksinnung Salzgitter


Salzgitter (lem). Über die Bezirkstagung des Bäckerhandwerks berichtete Schriftführer Horst Benischowski, der während des Treffens Obermeister Henning Rühmann vertrat. Es sei die schwierige Situation der Bäckerinnung Wolfsburg behandelt worden, wo die Kreishandwerkerschaft Insolvenz anmelden musste, sagte Benischowski. Das Handwerk müsse sich als Qualitätsdarsteller verstehen.

Obermeister Henning Rühmann begrüßte zur Jahresversammlung unter anderem Vertreter der Bäko und der berufsständischen Versicherung sowie vom Gesundheitsamt zwei Lebensmittelkontrolleure. Dann wies er auf das neue Ladenschlussgesetz mit möglichen Öffnungszeiten an Werktagen „rund um die Uhr“ und die Freigabe des zweiten Feiertags für den Verkauf hin.

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Goslar-Salzgitter-Wolfenbüttel, Uwe Zinkler, kam auf die Unruhe in den Wolfsburger Innungen zu sprechen. Die Verbindlichkeiten der dortigen Kreishandwerkerschaft würden sich auf 5,25 Millionen Euro belaufen. Es habe eine Flucht aus den Innungen eingesetzt. Die eigene Kreishandwerkerschaft stehe auf einem soliden Fundament. In allen Fachinnungen und in der Kreishandwerkerschaft würden schwarze Zahlen geschrieben, stellte Zinkler fest.

Die Fusion Salzgitter mit Goslar und Wolfenbüttel habe bereits nach zwei Jahren ihr Ziel erreicht und es seien 70.000 Euro Personalkosten eingespart worden. Im Handwerk zeige sich eine leicht Aufwärtstendenz, die allerdings im Nahrungs- und Gesundheitswesen besser sein könnte.

Eingehend besprach Uwe Zinkler die berufliche Bildung mit einer Gefahr für das duale System. Es könnte eine Berufsfachschule II kommen. Was geschehe, wenn Absolventen sie erfolgreich abschließen, aber keinen Beruf finden, denn nach den Plänen der Landesregierung sollen die Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr kostenfrei im Betrieb arbeiten, während das erste Lehrjahr bezahlt werden muss.

Das Land will einen Modellversuch bis 2012 befristen. Die SPD-Landesopposition verlangt 380 Euro für die kostenfrei arbeitenden Auszubildenden, doch ist nicht geklärt, woher das Geld kommen soll.


Artikel vom 27.04.2007
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