Regional

Mit Blick auf die Ausbildung

Versammlung der Bäckerinnung Osterode


Niedersachsen-BremenHattorf (p). Aktuelle Sach- und Fachthemen wurden in der Versammlung der Bäckerinnung Osterode in Hattorf beraten. Nach der Begrüßung durch Obermeister Joachim Friehe (Hörden) lief während der Kaffeetafel der neue Werbefilm des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks zur Nachwuchs- und Imagewerbung. Gleichzeitig war damit der Aufruf des Obermeisters an seine Kollegen verbunden, sich verstärkt in der Ausbildung zu engagieren, um dem drohenden Fachkräftemangel der kommenden Jahre entgegenzuwirken.

Eine Herausforderung sind für die Innungsbetriebe auch die ständig zunehmenden bürokratischen Hürden, die den handwerklichen Kleinbetrieben das Leben täglich erschweren. Immer mehr Zeit muss der Handwerker für die Erfüllung mehr oder weniger sinnvoller Vorschriften, Auflagen und Gesetze aufwenden, was immer mit zusätzlichen Kosten verbunden ist! Oft sind es höchst umstrittene EU-Vorgaben, die am Schreibtisch entstanden sind und sich kaum oder nur schwer in die Realität umsetzen lassen und so den Betrieb regelrecht lähmen. Einzig die Organisationen des Handwerks haben hier eine Chance, sich nach oben Gehör zu verschaffen, ein einzelner könne nichts erreichen, mahnt Friehe die Kollegen, sich für die Innungsarbeit stark zu machen. Anhand von Bildern ließ der Obermeister die Innungsarbeit und Aktivitäten der letzten Jahre Revue passieren und betonte die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit jedes einzelnen Kollegen vor Ort und auch gemeinsam als Bäckerinnung.

Lehrling müssen zulegen

Der Vorsitzende der Prüfungsausschüsse, Bäckermeister Wolfgang Kleinert, stellte die guten Ergebnisse der Sommer-Gesellen- und Fachverkäuferinnenprüfung vor. Allerdings müssten die Zwischenprüflinge ihre Leistungen bis zur Gesellenprüfung noch steigern, damit alle Lehrlinge auch das Prüfungsziel erreichen. Monika Birtel, Koordinatorin der Berufsbildenden Schulen II (Osterode) und auch für die Fachabteilung Ernährung zuständig, ging auf die zukünftige Beschulung des Bäckerhandwerks ein.

Mit humorvollen Worten befasste sich der Steuerberater Josef Bünger (Oldenburg) mit der Situation der Handwerksbäcker und rief dazu auf, sich den Anforderungen der Zukunft zu stellen und sich flexibel auf neue Gegebenheiten einzustellen. Das Sortiment, die Preisgestaltung, die Standortanalyse und die Filialisierung sind entscheidende Faktoren für die Marktanteile des Bäckers. Darüber hinaus sei es wichtig, dass die Qualität und Frische der Back- und Brotwaren stimmen.


Artikel vom 13.01.2009
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