Sachsen
Mit Blick auf Einsparungen
Energie, Mieten, Wareneinsatz stehen zur Debatte

Betriebsberater Sven Bretschneider empfahl den sächsischen Bäckern, sich bei der Suche nach Einsparungsmöglichkeiten nicht allein auf die Energiekosten zu beschränken. Foto: Dreilich
Zu Beginn der Diskussion wies Landesobermeister Michael Wippler auf den aus seiner Sicht fatalen Zusammenhang zwischen Mehl- und Energiepreisen hin. Immer deutlicher werde der Trend, erneuerbare Rohstoffe zur Energiegewinnung direkt oder auf dem Umweg über die Herstellung von Bioethanol zu nutzen. „Nach wie vor ist Brot die preiswerteste Delikatesse“, betonte er. Allerdings werde das auf Dauer nicht so bleiben. Umso wichtiger sei es für die Handwerksbäcker, Möglichkeiten zur Kostensenkung gezielt zu suchen und zu erschließen.
Über die aktuellen Angebote seines Unternehmens für den Bezug von Elektroenergie informierte Albrecht Zimmermann, Produktentwickler beim Regionalversorger enviaM, die Bäckermeister. Für die Innungsbetriebe gewährt die enviaM auf den Nettopreis einen Bonus von 0,65 Cent pro Kilowattstunde. Außerdem räumt das Unternehmen den Bäckern einen verlängerten Nachttarif ein. Die Rahmenvereinbarung mit dem LIV sichere die aktuellen Preise für die nächsten drei Jahre. Zur gründlichen Prüfung der Angebote riet Bernd Biedermann, Geschäftsführer der Service- und Vertriebsgesellschaft der Kreishandwerkerschaften mbH. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die „erheblichen regionalen Unterschiede“ und machte im Hinblick auf die Laufzeit des Rahmenvertrages deutlich, dass einzelne Wettbewerber für 2008 zum Teil erheblich günstigere Preise angeboten hätten.
Betriebsberater Sven Bretschneider empfahl den Bäckermeistern, sich bei der Suche nach Einsparungsmöglichkeiten nicht allein auf die Energiekosten zu beschränken. „Der jährliche Betriebsvergleich des Landesinnungsverbandes Saxonia macht deutlich, dass diese Kosten zwischen drei und vier Prozent des Umsatzes ausmachen“, sagte Bretschneider. „Im Gegensatz dazu zeigt der Betriebsvergleich, dass der Wareneinsatz je nach Unternehmensgröße mit 25 bis 26 und das Personal mit 30 bis 40 Prozent des Umsatzes zu Buche schlagen. Diese Bereiche haben also einen erheblichen Einfluss auf Ihr Betriebsergebnis.“
Außerdem riet Bretschneider zur kritischen Prüfung von Mietverträgen für Filialgeschäfte. Die Ladenmieten seien in den letzten Jahren gefallen. Hier würden sich Verhandlungen lohnen.
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