Bayern

Mit Blick auf den iba-Auftritt

Sitzung des Verbandes der Deutschen Bäckerfachvereine


Nürnberg (buc). Das Brandenburger Tor oder Schloss Neuschwanstein in Miniatur, umgeben vom Besten, was Deutschlands Backstuben hergeben – mit regionaltypischen Motiven werden die Bäckerfachvereine bei der iba 2006 in München ihr Handwerk vorstellen. Zwölf Präsentationswürfel, jeweils 1 qm groß, haben sie dafür am Stand des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks zur Verfügung.

„Der Landesverband stellt sich vor“, wird das Motto jeder dieser kleinen Image-Schauen lauten. Bäcker aus neun Bundesländern gestalten sie.

Bei der Gesamtvorstandssitzung des Verbandes der Deutschen Bäckerfachvereine in Nürnberg übernahmen die Landesverbände Bayern, Baden-Württemberg (je drei Würfel), Schleswig-Holstein, Niedersachsen-Bremen, Rheinland, Hessen und Berlin (je ein Würfel) sowie die Fachvereine aus Sachsen (Chemnitz und Dresden) diese ehrenvolle Aufgabe. Die Landesverbände Hamburg und Westfalen-Lippe beteiligen sich diesmal nicht aktiv.

Heino Scharfscheer vom ZV teilte als Ehrengast der Sitzung mit, der iba-Stand der Bäcker in Halle B3 des Messegeländes werde heuer nur 450 statt zuletzt 600 qm groß sein. Dennoch ist hier vom 3. bis 9. Oktober viel los: Der Bäcker-Europa-Cup am 3./4., ein Cup der Konditoren, der Bäcker-Worldcup und ein Cup der Gesellen. Die von Teilnehmern bis aus China live (von 9.30 bis 15.30 Uhr) hergestellten Wettbewerbsprodukte werden ab 16 Uhr bewertet und auf drei großen Tischen am Stand präsentiert. Davon könne sich jeder Bäcker interessante Anregungen holen.

Mit dem Bau des ZV-Standes hat man die Münchner MSM GmbH beauftragt. Innenarchitektin Tina Drewes präsentierte das Standkonzept – mit Besprechungs- und Nutzräumen, separaten Info-Theken an den Ecken, Raum für Podiumsdiskussionen und einer großen Projektionsfläche. Eigene „Info-Points“ erhalten die Bundesfachschulen, die Bäcker-Akademie und die beiden Brotmuseen. Als „Marktplatz der Begegnung“ sieht die Projektleiterin ihren Entwurf.

Zur Sprache kam in Nürnberg auch das Problem des Nachwuchsmangels in den Fachvereinen. Hans-Joachim Grumm (Berlin) erklärte, sein Heimatverein stehe nach 115 Jahren fast vor dem Aus. Viele seiner Aufgaben habe die örtliche Fachschule übernommen, der Nachwuchs habe „Null Interesse“.

Leo Wingen (Koblenz) hielt dagegen, viele Vereine hätten „die Zeichen der Zeit verschlafen“ und jahrelang nur Geselligkeit und Tradition gepflegt. Um die Jungen zu begeistern, müsse man fachliche Informationen und zumindest Kurse für Prüfungsvorbereitung u.ä. bieten.

Heinz Krauß (FV Bergstraße) gab ihm Recht: Man habe mit einem Seminar über Marzipanverarbeitung 30 Teilnehmer angelockt. Auch Exkursionen, Kultur und Stadtbesichtigungen stießen regelmäßig auf großes Interesse.


Artikel vom 13.04.2006
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