Baden & Württemberg
Meisterleistungen erbracht
Spitzenkandidaten der Bäckerei Schneckenburger

Mit Bestnoten haben Marc Schneckenburger und Alexander Grützfeld von der Meisterbäckerei Schneckenburger (von links) ihre Meisterausbildung an der Ersten Deutschen Bäckerfachschule in Olpe bestanden.
„Wir waren unter den Besten von 40 Kursteilnehmern aus ganz Deutschland“, erzählt Marc Schneckenburger stolz: In der praktischen Prüfung haben beide Bäckergesellen mit einer sehr guten Zwei abgeschnitten. Noch besser war das Ergebnis Marc Schneckenburgers im fachtheoretischen Teil: Mit einem Schnitt von 1,0 hat der älteste „Spross“ der Tuttlinger Meisterbäckerei die beste Note seit Aufzeichnung der Ergebnisse vor rund 25 Jahren an der Ersten Deutschen Bäckerfachschule in Olpe erzielt. Zur Gesamtpunktzahl von 1200 Punkten in den Fächern Mathematik, Kalkulation, Fachtechnologie, Rohstoffkunde und Marketing haben ihm nur 12 Punkte gefehlt.
Der Bäckermeister gehört ebenso wie sein Kollege Alexander Grützfeld schon von der Ausbildung dem elterlichen Betrieb an: Beide sind seitdem dort tätig. Marc Schneckenburger arbeitet teils in Produktion und Verwaltung, der 28-jährige Grützfeld koordiniert die Abläufe in der Produktion mit Teigbereitung, Bestimmung der Teigreife und Koordination der Arbeitsvorgänge.
Ihre Kenntnisse aus der Berufspraxis konnten die beiden angehenden Meister ebenso in die praktische Prüfung mit einbringen wie die hauseigenen Rezepte. An zwei Tagen mussten die Prüflinge nämlich ihr Können unter Beweis stellen. Während am ersten Tag, der „Arbeitsprobe“, ortsübliche Produkte erlaubt waren, ging es am zweiten Tag bei der „Meisterprobe“ um vorgegebene Aufgaben. Brot und Brötchen, Spezialbrote, Sahne-Desserts und Cremetorten hatten die Prüflinge herzustellen.
Das Ausrechnen der Rezepturen, der Warenmenge und die genaue Preiskalkulation gehörten ebenso zu den Aufgaben wie die selbstständige Koordination sämtlicher Arbeitsabläufe. „Wir haben das natürlich vorher oft in der eigenen Produktion mit unseren Bäckermeistern Karl Bertsche und Helmut Schlosser geübt“, betonen Grützfeld und Schneckenburger. Auch von der sehr kreativen Haus-Konditorin Edith Link hatten die beiden viele Tipps und Vorschläge für die „süßen“ Aufgaben bekommen.
Mit der Meisterprüfung setzen die beiden Bäcker ihre Karriere in der Meisterbäckerei Schneckenburger fort, wobei Marc Schneckenburger noch ein den Bachelor of Business-Administration macht und die Firmennachfolge in der dritten Generation anstrebt.
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