Regional
Maximilian Kommer macht das Rennen
Bezirksentscheid Schwaben beim Brezenschling- und Zopfflecht-Wettbewerb „Bayerns schnellster Bäcker“

Hitze sind Bäcker ja gewohnt, aber im „Backofen“ des Stadtparks Kempten kamen die Wettbewerbsteilnehmer beim Zöpfeflechten ganz schön ins Schwitzen. Foto: LIV-Bayern Foto: LIV-Bayern
Der Bäckergeselle aus Höchstädt an der Donau setzte sich auf der 60. Allgäuer Festwoche in Kempten gegen vier weitere Kandidaten aus dem bayerischen Regierungsbezirk Schwaben durch. Dieter Millig, Organisationsdirektor Oberbayern/Schwaben der Versicherungsgruppe Münchener Verein, gratulierte und überreichte die Siegerprämie. Durch die Veranstaltung führte Christoph Scheule, Moderator des Bayerischen Rundfunks; er wurde dabei von Bezirksobmann Ludwig J. Schuster, Obermeister der Bäckerinnung Augsburg unterhaltsam unterstützt. Schuster informierte das Publikum über die Sonnenseiten, aber auch über die aktuellen Probleme des Bäckerhandwerks.
Bei nachweislich gemessenen 50 °C im Kemptener Stadtpark lieferten die Gesellen Dennis Cloidt aus Lindenberg (Bäckerei Holderried, Lindenberg), Lars Cyranek aus Kempten (Bäckerei Hubert Wipper KG, Kempten), Maximilian Kommer (Bäckerei Salzmann, Höchstädt), Peter Krawietz aus Halblech (Bäckerei Schuster, Oy-Mittelberg) und Patrick Weigel aus Sonthofen (Bäckerei Wirthensohn GmbH, Sonthofen) auf der Schaubühne des Bayerischen Rundfunks vor einem begeisterten Publikum beeindruckende Beweise ihres handwerklichen Könnens ab.
Auch deshalb lagen die Bewertungen, die sie von der Jury für ihre geschlungenen 25 Brezen, 25 Mohnzöpfle, sowie Hochzeitsbrezen und 4-, 5- bzw. 6-Strangzöpfe bekamen, recht eng beieinander. Für die Formgebung gab es ebenfalls insgesamt sehr gute Noten. Der Sieger erledigte alle gestellten Aufgaben in 1262 Sekunden und erhielt für die Formgebung der Backwaren 360 Sekunden Zeitgutschriften. So schlug Maximilian Kommer letztlich mit 902 Punkten den Zweitplatzierten Dennis Cloidt (1013 Sekunden). Dritter wurde Patrick Weigel (1171 Sekunden).
Um zum Sieg zu kommen, braucht es neben dem handwerklichen Geschick vor allem eine gute Portion Strategie. Denn dass bei dem vom Landesinnungsverband des Bayerischen Bäckerhandwerks (LIV) initiierten landesweiten Backwettbewerb die Geschwindigkeit bei der Herstellung von Kleingebäcken stärker zählt, als ihre perfekte Gestaltung, zeigte der Letztplatzierte. Der lieferte zwar die schönsten Zöpfe ab, konnte damit aber trotz 400 Sekunden Zeitgutschrift die längere Arbeitszeit, die er dafür benötigte, nicht kompensieren.
Die seit 2003 durchgeführte Suche nach „Bayerns schnellstem Bäcker“ startete von Anfang an in Südwestbayern. Schwabens Bäcker setzen seither die Messlatte für die Teilnehmer der kommenden sechs Regionalwettbewerbe.
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