Bayern
Max Artmeier bleibt weiter Obermeister
Gesamtes Vorstandsteam der Bäckerinnung Straubing ist wieder gewählt

Kreishandwerksmeister Jürgen Tanne und Obermeister Max Artmeier (3. v. l.) mit dem wiedergewählten Vorstand der Bäckerinnung Straubing. Fotos: Schuller
Obermeister Max Artmeier stellte in seinem Jahresbericht die wichtigsten Ereignisse aus dem Innungsleben heraus, vom Bäckerball über den Volksfestauszug bis hin zum Weinfest und freute sich über das gute Ergebnis der Stollenprüfung, an der sich acht Betriebe mit 24 Proben beteiligten (sieh Bericht auf dieser Seite). Sechs Betriebe wurden von Prüfer Manfred Stiefel mit sehr gut, 17 mit gut und eine mit zufrieden stellend bewertet. „Keine Probe wurde als verbesserungsbedürftig eingestuft“, freute sich der Obermeister.
Er berichtete weiter, dass derzeit in der Berufsschule Straubing 60 Bäcker- und 88 Verkaufslehrlinge unterrichtet werden. Rund zwei Drittel dieser Auszubildenden kommen aus der Hauptschule und sind, zum Bedauern von Max Artmeier, „vielfach nur zu ungenügende Leistungen“ fähig.
In der Neuwahl mit 14 Stimmberechtigten wurden Obermeister Max Artmeier und dessen Stellvertreter Andreas Zagar sowie die Vorstandsmitglieder Josef Stadler (Lehrlingswart), Hans Kick, Birgit Finkl, Manfred Sagstetter, Willi Wurm, Alfons Plendl und Felix Kaltner in ihren Ämtern bestätigt. Als beigeordnetes Mitglied wurde Walter Mergenthal bestellt.
Kreishandwerksmeister Jürgen Tanne ging in seinem Grußwort auf das Lehrlingsproblem ein und stellte das Schulsystem als Verursacher heraus: „Wir brauchen in der Hauptschule bessere Lehrer, die es verstehen, die Jugendlichen zu motivieren.“ Als erfreulich stellte er das Ergebnis einer Ausbildungsoffensive der Nahrungsmittelhandwerke in der Region Straubinger vor und berichtete, es sei gelungen, durch Besuche in Bäcker- und Metzgereibetrieben 16 zusätzliche Lehrstellen zu gewinnen.
Egbert Huber, Ausbildungsmeister der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz erläuterte den Innungsmitgliedern die Bedeutung und den Lehrplan der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) und stellte in diesem Zusammenhang auch fest, dass die guten Lehrlinge, die bereitwillig im Unterricht mitmachten in der Minderzahl seien. „Wir brauchen Hauptschüler mit besserer Grundbildung“, forderte er.
In einem ausführlichen Referat zeigte Jürgen Häns von der AOK Straubing auf, was bei der Beschäftigung von Ehegatten im Betrieb bei der Sozialversicherung zu beachten ist. Er sagte: „Die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse sei auch als ein Teil der Altersvorsorge anzusehen und erläuterte, dass bei einer Rente von 1000 Euro in der gesetzlichen Krankenkasse 90 Euro Beitrag zu zahlen sind, in der privaten Krankenkasse jedoch ein Vielfaches davon.
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