Baden & Württemberg

Martin Magnus seit 25 Jahren OM

Auf der Versammlung der Bäckerinnung Müllheim einstimmig bestätigt worden


Müllheim (ag). Martin Magnus bleibt Obermeister der Bäckerinnung Müllheim-Markgräflerland. Einstimmig wählten ihn die Kollegen in der Generalversammlung wieder in dieses Vorstandsamt, in dem Magnus seit 1981, also seit 25 Jahren, gute Dienste für das Bäckerhandwerk leistet.

Diese Wiederwahl war gleichzeitig ein erneuertes Votum für den Erhalt der Selbständigkeit der Bäckerinnung Müllheim. Bei so viel Pflichtbewusstsein des Obermeisters machte auch die Besetzung der anderen Vorstandsämter keine Probleme. Klaus Schweikert, Neuenburg, bleibt Stellvertreter, Friedrich Ruf, Staufen, Kassierer und Martin Kunz, Heitersheim, Schriftführer. Im Amt des Lehrlingswarts bestätigte die Versammlung, die im Hotel Bauer in Müllheim tagte, Oswald Ebner, Münstertal. Zu Beisitzern wurden Markus Faller und Arthur Laffleur gewählt. Den Haushaltsplan für 2007 legte Geschäftsführerin Cornelia Ritter vor.

Die Wahlen leitete der frühere Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes Baden, Wolfgang Mößner, heute Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung Nordbaden. Mößner würdigte die Arbeit von Martin Magnus für seinen Berufsstand und das Handwerk insgesamt. Einmalig sei die Förderung der Freundschaft mit Frankreich. So habe sich dieser Obermeister schon früh als „Brückenbauer“ über den Rhein betätigt.

Zuvor hatte Mößner über die aktuelle politische Lage und die Aufgaben informiert, denen sich das Handwerk täglich stellen müsse. Der Gesetzgeber mache es den Betrieben dabei nicht immer leicht.

Auf Schwierigkeiten für die Bäcker machte Magnus in seinem Jahresbericht aufmerksam. Was man aus Berlin höre, könne nicht immer erfreuen. Magnus plädierte für einen familienfreundlichen Ladenschluss, in dem auch die Mitarbeiter in den Geschäften einbezogen werden müssen.

Als ständiges Problem nannte er, dass die Verbraucher nirgendwo so auf die Preise achteten, wie beim Einkauf von Lebensmitteln. Gleichzeitig werde Qualität erwartet. Das Innungsgeschehen sei im vergangenen Jahr von der Brotprüfung, dem deutsch-französischen Brotmarkt in Müllheim, der Teilnahme am Erntedankfest, diesmal in Münstertal, und Begegnungen mit den elsässischen Kollegen geprägt gewesen.

Gäste der Versammlung, in der über aktuelle Geschehnisse an der Gewerbeschule Lörrach und der Innungskrankenkasse berichtet wurde, waren Kreishandwerksmeister Werner Kraus, Bäko-Geschäftsführer Rochus Ortlieb und Kollegen von der Bäckerinnung Mulhousen.

Für den kommenden Frühsommer organisiert die Innung einen Freundschaftsbesuch bei den Kollegen in der Bretagne, für den noch Plätze frei sind.


Artikel vom 30.11.2006
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