Regional
Maronenmehl, Salami und Weizensauerteig
Französische Schüler präsentieren regionale Backwaren beim Schüleraustausch

Besuch aus Südfrankreich in der Lübecker Gewerbeschule für Nahrung und Gastronomie. Lehrer Thomas Drenk (4.v.l.) und sein französischer Kollege Bernard Pons (l.) lobten die Backwaren der Austauschschüler am „französischen Nachmittag“. Fot
Unter Leitung ihres Lehrers Bernard Pons und mit Hilfe des Lübecker Gewerbeschullehrers Thomas Drenk hatten die angehenden Bäcker aus Frankreich zum „französischen Nachmittag“ Backwaren nach heimischen Rezepten hergestellt und diese den deutschen Schülern, Lehrern und Gästen präsentiert. Es gab Nuss- und Maronenbaguettes, Croissants, feines französisches Gebäck und vieles mehr.
„Eine starke Leistung“, urteilte Thomas Drenk. Das hohe Backkunst-Niveau der französischen Schüler liege aber auch an dem anderen Schulsystem, erklärte er. In Frankreich ist das Bäckerhandwerk in erster Linie eine schulische Ausbildung – mit Praktika. Die sehr lange Teigführung, die häufige Verwendung von Weizensauerteig und die mediterranen Zutaten waren neben der „bewundernswerten südeuropäischen Gelassenheit der Schüler“ die wesentlichen Unterschiede bei der Herstellung der französischen Backwaren. Maronen- und Haselnussmehl, Oliven, die richtige Salami und der richtige Rotwein zum Einfärben der Teige – „Manche Zutaten auf meiner Einkaufsliste waren gar nicht so einfach zu bekommen“, erzählte Thomas Drenk.
Drei Wochen dauerte der Aufenthalt der Schüler aus Montpellier in Deutschland. Der ersten Woche, in der „Soziokultur“ in und rund um Lübeck auf dem Programm stand, folgten zwei Wochen, in denen jeder einen deutschen Schüler begleitete: in den Betrieb, zur Schule und auch nach Hause.
Im Mai 2010 statten die deutschen Schüler, die aus den Klassen „Bäcker“, „Fachverkäuferinnen“ und „Konditoren“ stammen, der Partnerschule in Montpellier einen Gegenbesuch ab.
Weitere Nachrichten aus Regional vom 13.01.2010:
Von Profis für Profis
Große Anerkennung erworben
Geflochtenes zu bewundern
Überrascht mit Riesenbrezel
Kulinarisches Aushängeschild der Region
Berufsgrundlage fürs Leben
Auf Gerhard Kotter folgt Klaus Schneider
Zukunftsfähig nur mit Weiterentwicklung
Hohe Auszeichnung
Endlich auch Stollen geprüft

RSS



Volles Haus beim Deutschen Backkongress 2010