Bayern
Lernen, Lernen, Lernen
Freisprechung leitet sich von Freiheit ab

Lehrlingswart Christian Zerlin (l.), der stellv. OM Heinz Traublinger (2.v.l.) und Gabriele Schmuhalek, die Vorsitzende des Verkäufer-/innen-Prüfungsausschusses (r.), überreichen dem frischgebackenen Gesellen Stefan Blötscher von Rischart's Backhaus
Aber lassen Sie sich nicht täuschen: Sie müssen zwar jetzt nicht mehr auf eine Schule gehen, weil sie einen Beruf haben, sagte der stellvertretende Obermeister Heinz Traublinger. „Wer aber beruflich am Ball bleiben und als Fachkraft im Wettbewerb anerkannt sein möchte, kann nicht aufhören, sein Wissen laufend auf den neuesten Stand zu bringen. Das lebenslange Lernen ist heute auch im Bäckerhandwerk Pflicht für alle, die im Beruf weiterkommen wollen.“
Dass leistungsbereite Jugendliche trotz aller Widrigkeiten erfolgreich werden können, zeigten auch die jungen Musiker des Bläserensemble des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes, das wieder für den festlichen Rahmen der Freisprechung im Innungssaal der Münchner Bäcker-Innung sorgte.
Wichtig sei, so Traublinger, dass man zäh und ausdauernd immer wieder neu lerne und das Neugelernte übe: „Und das Bäckerhandwerk braucht geübte Mitarbeiter, die qualitativ hochwertige Backwaren produzieren können, weil sich angesichts der Billigkonkurrenz das Bäckerhandwerk durch schmeckbare Qualität abheben muss.“
Lehringswart Christian Zerlin freute sich darüber, dass rund 95 Prozent der Prüflinge für Bäckerei-Fachverkäufer/innen (21 von 23) die Prüfung bestanden hätten.
Christian Zerlin: Anders bei den Bäckern. Hier zeigte die Gesellenprüfung, dass es ohne Lernen nicht geht. Der Lehrlingswart kritisierte die mangelnde Beziehung mancher Auszubildenden zum Beruf. Nur 17 von 25 Prüflingen, also gut zwei Drittel, erreichten den Lehrabschluss.
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