Baden & Württemberg

Leistungen der jungen Meister gefeiert

Zentrale Meisterfeier in Stuttgart / 26 neue Bäckermeister erhielten ihre Urkunden


Stuttgart (dk). Unter dem Motto „Vordenker“ feierte die Handwerkskammer Region Stuttgart in diesem Jahr die Übergabe der Meisterbriefe an über 700 Jungmeister aller Gewerke, darunter 26 neue Bäckermeister.

Auf dem zentralen Festakt in den Messehallen auf dem Stuttgarter Killesberg ehrte und feierte das regionale Handwerk die Leistungen der jungen Meister mit einem tollen Begleitprogramm und lobenden Worten des Kammerpräsidenten Rainer Reichhold. Für Witz und Unterhaltung sorgte der Kabarettist Christoph Sonntag mit seiner kritisch-humorvollen Betrachtung der Verhältnisse zwischen Handwerk-Mittelstand und den Akteuren der politischen Bühne.

Die Meisterbriefe selbst wurden jeweils gewerkespezifisch übergeben. Den 26 neuen Bäckermeistern der Region Stuttgart überreichte der Vorsitzende der Prüfungskommission, Dr. Andreas Baitinger, die begehrten Briefe. Dr. Baitinger freute sich mit den Jungmeistern, dass die Prüfung gut über die Bühne gegangen sei und verwies auf die Möglichkeiten, die sie jetzt mit dem Ausweis ihres Könnens in den Händen hielten. „Sie haben nun eine Fahrkarte für die Zukunft, den Zug besteigen müssen sie aber selbst“, so Dr. Baitinger abschließend. Die Auszeichnung als Prüfungsbester in Form von Urkunde und Geschenk erhielten gleich drei Jungmeister, hatten sie doch alle drei den gleichen Notendurchschnitt erreicht. Für ihre Bestleistungen geehrt wurden Frank Seitz, Dirk Gutske und Daniel Link.

Als Vertreter der Bäckerfachschule Stuttgart (BFS) beglückwünschte Schulleiter Hans-Georg Baum die jungen Meister zu ihrem Erfolg. Aus seiner Hand erhielten die Besten den Kurt-Katz-Preis, einen Ehrenteller, gestiftet vom ehemaligen württembergischen Landesinnungsmeister.

Neben seinen Glückwünschen fand Baum auch kritische Worte zu den Leistungen der Absolventen während des Vorbereitungskurses an der Fachschule. Ein großes Problem seien die teilweise großen Lücken bei den praktischen Fertigkeiten, mit denen die Schüler den Kurs beginnen.

Obwohl in diesem Jahr so viele Praxisunterrichtsstunden wie nie zuvor durchgeführt worden seien, hätte es echte Spitzenleistungen bei den Jungmeistern nicht gegeben. Diesem Defizit will er künftig noch mehr entgegenwirken, beispielsweise mit Projektarbeiten, die Theorie und Praxis umfassen.


Artikel vom 03.08.2006
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