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Krisenjahr gut gemeistert

Innungsversammlung Lahr: Bäcker haben ihre Stärken am Markt genutzt


Baden & WürttembergLahr (ag). Die Bedeutung des Kunden, sein Einfluss und seine Macht auf das Geschäft der Bäcker stellte Obermeister Otto Käufer in den Mittelpunkt seines Jahresberichts vor der Bäckerinnung Lahr. Die Bäcker, so der Eindruck der Mitglieder, scheinen besser durch das Jahr gekommen zu sein, als sie zu Beginn der Wirtschaftskrise gedacht hatten. Das hatte viel damit zu tun, dass sie ihre Stärken am Mark genutzt haben, kommentierte Käufer.

Ute Sagebiel-Hannich, Geschäftsführerin des LIV Baden, beschäftigte sich in ihrem Referat mit aktuellen praktischen Problemen des Berufsstandes, wie Arbeitsrecht, Personalführung und Lebensmittelrecht. Sie hob die Wichtigkeit einer vollständigen Personalakte hervor. Mündliche Vereinbarungen seien sicher gut, besser aber sei die schriftliche Dokumentation, auf die man in Streitfällen zurückgreifen könne. Den Betriebsinhabern aus der Innung sicherte sie die Beratung des Verbandes zu.

Ernst Schwefel, Betriebsberater des Verbandes, hat beobachtet, dass die Verbraucher sehr qualitätsbewusst sind, sich Qualität aber nicht mehr um jeden Preis leisten können. In diesem Jahr rechne man mit einer leichten Kostensteigerung. Größere Kostensprüge lassen sich kaum durchsetzen. Der Bäcker müsse sorgfältig kalkulieren, standortbewusst handeln und bei Preisanhebungen „diplomatisch“ vorgehen, das heißt, nicht das ganze Sortiment auf einmal preislich zu erhöhen.

Der Bäcker müsse im Marketing Akzente setzen und die Bäko helfe ihm dabei, sagte Direktor Jochen Knorpp von der Bäko-Zentrale in Karlsruhe. Er ermunterte die Bäcker dazu, sich an Aktionen zu beteiligen und den Bereich Snack-Spezialitäten neu aufzugreifen. Das Backen im Laden bezeichnete er als unverzichtbar.

Die Innung Lahr hat derzeit noch 30 backende Mitgliedsbetriebe und stehe finanziell auf gesunden Füßen, war dem Geschäftsbericht von Dieter Rieflin zu entnehmen. Die Beitragssituation sei stabil, der Ausgabeposten für die Öffentlichkeitsarbeit für eine kleine Innung recht beachtlich.


Artikel vom 19.05.2010
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