Regional

Kooperation mit Konditoren wird forciert

Versammlung der Innung Bremen: HWK-Geschäftsführer „Anwalt“ des Handwerks


Niedersachsen-Bremen

Bremen (tkl). Recht viel Geduld mitbringen mussten die Teilnehmer der jüngsten Innungsversammlung der bremischen Bäcker. Denn die Tagesordnung, die sie zu bewältigen hatten, war sehr umfangreich. „Belohnt“ wurden sie allerdings mit wichtigen Informationen aus „erster Hand“.

„bro:Tplus“ vorgestellt

So stellte Matthias G. Götting vom Landesinnungsverband der Bäcker die neue Teilkalkulations-Software „bro:Tplus“ vor, die eigens für das deutsche Bäckerhandwerk entwickelt wurde. Und der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Bremen, Michael Busch, berichtete über seine bisherigen Erfahrungen in dieser Funktion, die er erst im zweiten Jahr ausübt. „Ich sehe mich als Anwalt der rund 5000 Handwerksbetriebe im Land Bremen“, betonte er. Dort mangelt es jedoch nach seiner Einschätzung an „Stolz auf das Handwerk“. Ihn will Busch weiter entwickeln helfen. Nicht nur der Stolz sei zu wenig ausgeprägt, sondern auch die Identifikation mit Kreishandwerkerschaft und Handwerkskammer.

Auf Qualifikation setzen

Ein weiteres wichtiges Anliegen des Hauptgeschäftsführers ist die Ausbildungsfrage. Michael Busch appellierte an die Bäcker, dass sie auch künftig rege ausbilden sollten. Betriebe könnten nämlich nicht nur durch Billig-Konkurrenz gefährdet werden, sondern auch durch das Fehlen von qualifiziertem Personal.

Erfolgreiche Klaben-Aktion

Obermeister Wilfried Schnaare hatte die Innungsversammlung eröffnet und in seinem Rückblick auf das vergangene halbe Jahr unter anderem über den „Bäcker-Tag“ bei der Bürgerpark-Tombola im April und über den erfolgreichen Klaben-Verkauf berichtet: Dabei wurde ein Erlös in Höhe von 2222 Euro erzielt. Diese Summe wurde in das Tiergehege des Bürgerparks investiert.

Zusammenschluss denkbar

In seinem Bericht widmete Schnaare auch der engen Zusammenarbeit mit den Bremer Konditoren einigen Raum. Diese Kooperation kann nach seiner Meinung noch weiter verstärkt werden: „Wir halten nach Schnittpunkten Ausschau und wollen daraus dann das Beste machen.“

Der Obermeister machte deutlich, dass er einem Zusammengehen der Berufsorganisationen von Bäckern und Konditoren auf längere Sicht grundsätzlich zustimmend gegenüber steht. Allerdings: „Solange die Verbandsspitzen mauern, kann das nichts werden.“


Artikel vom 09.06.2008
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