Hamburg
Konkurrenz ohne Meister
Jahresschlussversammlung der Kammer Hamburg
Hamburg (af). „Keine Existenzgründung mehr ohne Qualifikation!“ Auf diesen Nenner brachte Peter Becker, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, seine Forderung nach einer schnellen Fehlerkorrektur bei der Handwerksordnung. Vor rund 300 Gästen aus Politik und Wirtschaft sagte er anlässlich der traditionellen Jahresschlussversammlung: „Seit die Handwerksordnung die Ausübung von 53 Handwerken ohne jegliche Qualifikation erlaubt, ist in vielen Bereichen eine ruinöse Konkurrenz mit fatalen Wirkungen für den Arbeitsmarkt entstanden.“
In einigen anderen Punkten zeigte sich der Kammerpräsident zufrieden, insbesondere auf regionaler Ebene: „In Zusammenarbeit mit dem Hamburger Senat haben wir 2005 viel für unsere Betriebe erreicht.“ So sei eine Außenwirtschaftsberatung für Handwerksbetriebe gegründet und das Vergabegesetz verlängert worden, das verlangt, dass bei der Ausführung öffentlicher Aufträge immer Hamburger Löhne gezahlt werden, was den Wettbewerb für ortsansässige Betriebe fairer mache. Becker lobte die Hamburger Wirtschaftspolitik, die in nationalen Vergleichen immer oberste Plätze belege. Becker: „Bei aller Fokussierung auf die Bereiche Hafen und Luftfahrt, bei allem Einsatz für die Beziehungen zu China – das Handwerk hat einen festen Platz in der Hamburgischen Mittelstandspolitik.“
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