Niedersachsen

Komplexe Dienstleistung im Angebot

Innungsversammlung der Bremer Bäcker/ LIV-Geschäftsführerin warb bei Antrittsbesuch um Vertrauen


Bremen (tkl). Die seit Sommer 2006 amtierende Geschäftsführerin des Bäcker-Landesinnungsverbandes Niedersachsen/Bremen Bettina Emmerich-Jüttner stellte sich auf der jüngsten Innungsversammlung vor und machte „gut Wetter“ für die in Hannover geleistete Arbeit. Ihr Referat war einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte der Zusammenkunft, aber nicht der einzige.

In seinem Rückblick auf das vergangene halbe Jahr erwähnte Obermeister Wilfried Schnaare besonders die Freisprechungsfeier im Januar, bei der die drei Verkäuferinnen und ein Bäcker gute bis sehr gute Ergebnisse vorweisen konnten, und den Brot-Tag bei der Tombola zu Gunsten des Bürgerparks in Bremen. Er stellte dar, dass auch in den nächsten Monaten einige herausragende Aktionen und Veranstaltungen vorgesehen sind. Unter anderem machte der Obermeister auf die Freisprechungsfeier am 18. Juli, die Brot- und Brötchenprüfung am 27. bis 29. September im Rahmen der Lehrstellenbörse im Roland-Center und auf den Freimarkt-Umzug am 27. Oktober aufmerksam. Stimmungsvoll soll es auch beim Besuch einer Bäcker-Delegation aus Rostock zugehen. Sie hat sich für den November angekündigt. Für 2008 hat bereits eine Gruppe Kölner Bäcker ihr Kommen zugesagt.

Die Aktivitäten der Bäcker von der Weser werden von umfangreicher Presse- und Öffentlichkeitsarbeit durch Werbewartin Maren Stumper flankiert. Außerdem ging Wilfried Schnaare in seinem Bericht auf den gegenwärtigen Umstrukturierungs- und Reformprozess im Handwerk ein. Dabei stellte er die Existenz von allzu kleinen Innungen in Frage.

Den Reformfaden nahm Geschäftsführerin Emmerich-Jüttner weiter auf. Zu Beginn ihres Referates warb sie um Vertrauen in ihre Person. Denn in punkto „Bäckerhandwerk“ ist sie alles andere als ein Neuling. „Seit einem Vierteljahrhundert bin ich dem Bäckerhandwerk verbunden“, führte sie vor den Bäckern in Bremen aus; immerhin seit 18 Jahren lenkt sie als Geschäftsführerin die Geschicke der Bäcker-Innung Hannover.

Immer wieder wird Bettina Emmerich-Jüttner an der Basis mit dem Vorwurf konfrontiert, dass in der Geschäftsstelle des Landesinnungsverbandes ein Verwaltungs-Wasserkopf vorhanden sei und die Beiträge, welche die Innungen entrichten müssten, nicht gut angelegt seien. Diese Kritik wollte die Geschäftsführerin auch in der Hansestadt nicht auf sich sitzen lassen. Ihr hielt sie entgegen, dass in der Geschäftsstelle lediglich 3,5 und in der Bäckerfachschule 4,75 Stellen besetzt seien. Hinzu kommen freie Mitarbeiter. Dieses wenige Personal leiste eine Menge, wie Frau Emmerich-Jüttner beschrieb. Die Bandbreite der Beratungs- und Serviceleistungen ist enorm – ganz zu schweigen von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und dem Lobbyismus gegenüber der Politik. Die Beiträge würden sinnvoll verwendet, so der Tenor der Ausführungen. Beim Punkt „Beiträge“ wurde die Referentin noch konkreter: Das Beitragsaufkommen lag 2006 bei 270.000 Euro jährlich. Für die Verbandsarbeit verblieben 96.000 Euro, was lediglich 1,90 Euro pro Betrieb und Woche entspricht.

Für die Zukunft rechnet die Geschäftsführerin sogar mit zunehmenden Aufgaben. Ein bedeutsames Feld könnte nach ihrer Einschätzung die Mediation werden, also die außergerichtliche Streitschlichtung im gegenseitigen Einvernehmen. Der Landesinnungsverband ist bestens gewappnet: Frau Emmerich-Jüttner fungiert nicht nur als ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht und am Landesarbeitsgericht Hannover, sondern auch als ausgebildete und geprüfte Mediatorin. „Wir sind ein kompetenter und flexibler Dienstleister, der gefordert werden will“, so die GF Bettina Emmerich-Jüttner.

Hitzig diskutiert wurde über das Thema des Blockunterrichts bei den Azubis. Nach einer Umfrage unter den Innungsmitgliedern hatten sich 80 Prozent für ein Ende des Blockunterrichts ausgesprochen. Obermeister Schnaare will nun auf einer eigenen Versammlung über das kontroverse Thema diskutieren und eine Handlungsempfehlung erarbeiten lassen.

Harmonisch klang die Versammlung aus – mit einem Kurzreferat des Betriebsberaters Josef Dirks, der den Bäckern dringend Preisangleichung empfahl. Adi Garde und Dieter Gosche, wurden von Wilfried Schnaare mit der Ehrennadel des deutschen Bäckerhandwerks ausgezeichnet.


Artikel vom 06.06.2007
Drucken 

Weitere Nachrichten aus Regional vom 06.06.2007:

Genussvoller Wanderstock
Bäcker auf Maestro-Markt
Backen für guten Zweck
Bayerns schnellste Bäcker gesucht
Ökologisch betriebsoptimiert
BWHT sieht beste Konjunkturdaten
Berufseinstiegsjahr ist vielversprechend
Seelen, Brezen, Hungerbrot
Sauberkeit ist die Grundlage für Qualität
Brot ist kein Dickmacher

Kommentare

Aktuelle Meldungen aus Regional


Abonnenten Bereich



Hilfe




Rezept der Woche

Tomaten-Brötchen
Rezept der Woche Gebäck mit Haferkleie und getrockneten Tomaten mehr ...




ABZ Newsletter

Nutzen Sie als Abonnent kostenlos unseren wöchentlichen Informationsdienst per E-Mail.

Jetzt anmelden!