Bayern

Karrierechancen erkennen und ergreifen

Wissenschaftsminister appelliert an die Leistungsbereitschaft der Jugend


Fürstenfeldbruck (ke). Viel Prominenz war anwesend bei der diesjährigen Freisprechungsfeier des beruflichen Nachwuchses. Dass dies weniger am Wahlkampf als am Wohnort bayerischer Politiker lag, darauf wies Dr. Thomas Goppel, Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, in seiner Festrede hin. Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer konnte neben dem Minister auch Reinhold Bocklet, bis 2003 Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, sowie zahlreiche Abgeordnete und Vertreter der IHK und der KHS Dachau begrüßen.

Es folgten Grußworte von Landrat Thomas Karmasin, Bürgermeister Klaus-Peter Ernst, dem Hausherrn Sparkassenvorstandsvorsitzenden Klaus Knörr und Berufsschuldirektor Otto Kolbe, die den Unternehmen für die Ausbildung dankten und den jungen Leuten Mut für die Zukunft zusprachen. Nur die wenigsten Karrieren verliefen gradlinig.

Es gebe auch für diejenigen, die keine Stelle im erlernten Beruf gefunden haben, weitere berufliche Möglichkeiten. Jetzt gelte es, die Chancen zu ergreifen und das Beste daraus zu machen. Minister Goppel wandte sich ausschließlich an die 54 im Landkreis freizusprechenden Gesellen und Gesellinnen. Er verwies auf die schwierigen Zeiten, in denen sie ihre berufliche Karriere starten, und verglich diese mit den Aufbruchjahren der 50-er. Zwar müssten sie kein zerstörtes Land wiederaufbauen, hätten dafür aber mit den Folgen der Europäisierung bzw. der Globalisierung zu kämpfen. Goppel: „Während Sie heute Ihren Gesellenbrief erhalten, liefern die Chinesen ihre ersten Autos in Frankfurt zur IAA.“ Deutschland müsse also für die Zukunft einen neuen Platz in der Gemeinschaft finden und sei dabei auf den Leistungswillen seiner Jugend angewiesen. Dass der anwesende Handwerkernachwuchs dazu bereit sei, hätte er schon mit seiner Entscheidung für die Ausbildung bewiesen. Jetzt ginge es darum, sich auch gesellschaftlich zu engagieren, „damit Ihre Zukunft nicht nur von den Entscheidungen der Älteren abhängt“.

KHM Höfelsauer sprach die Gesellen und Gesellinnen frei. Ehrenkreishandwerksmeister Anton Hoch überreichte den erfolgreichsten Absolventen den „Anton Hoch“-Gedächtnispreis, die Sieger aus dem Wettbewerb „Gute Form“ stellte Harald Volkwein, OM der Schreinerinnung vor. Die Ehrung der Innungsbesten erfolgte im Beisein der Sponsoren von der Kreissparkasse, der Volks- und Raiffeisenbank und der AOK.

Anschließend wurden die Gesellenbriefe und Fachzeugnisse in den Berufen Bäcker, Bau, Friseure, Maler und Lackierer, Metall und Schreiner von den Obermeistern der Innungen überreicht.

Die im Landkreis ausgebildeten Metzger waren bereits in München freigesprochen worden.

Im Bäckerhandwerk wurden 7 Azubis freigesprochen: Die Bäcker Alexander Diener, Andreas Feichtmaier, Andreas Gerich, Frank Kropsch, Thomas Kriegler und Dennis Wallmann sowie die Fachverkäuferin Stefanie Gistl.


Artikel vom 29.09.2005
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