Karriere beginnt nach der Lehre
140 Lehrlinge, darunter zwei Bäcker und sieben Verkäuferinnen, freigesprochen
Bayern Moosburg (nik). Die großartige Ausbildungsleistung des Handwerks und die daraus erwachsenden Karrierechancen für junge Leute standen im Mittelpunkt der Reden bei der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft (KHS) Freising in Moosburg.
Insgesamt wurden 140 Lehrlinge, darunter zwei Bäcker und sieben Bäckerei-Fachverkäuferinnen von Kreishandwerksmeister Martin Reiter von den Pflichten ihrer Lehrzeit freigesprochen und in den Gesellenstand erhoben. Der Gesellenbrief sei die Eintrittskarte auf den Weg in eine erfolgreiche berufliche Karriere, stellte er fest.
„Der Mensch beginnt nicht erst beim Akademiker“ stellte der Kreishandwerksmeister in seiner Festrede heraus und forderte, der Wert der beruflichen Bildung müsste mehr im Bewusstsein aller Menschen verankert werden. „Die Kompetenz der Bildung ist wichtig, nicht der Weg auf dem sie vermittelt wurde“, sagte Martin Reiter. Wer in Bildung und Wissen investiere, betreibe Krisenbewältigung auf höchstem Niveau.
Was den Fachkräftemangel anbelangt, meinte Reiter, es müsse künftig versucht werden, mehr im Handwerk Ausgebildete in diesem Wirtschaftsbereich zu halten, zudem gelte es die Zahl der Ausbildungsabbrecher zu verringern. Er rief die 1576 meisterpflichtigen Handwerksbetriebe im Landkreis Freising dazu auf, auch weiterhin mit Idealismus und Engagement auszubilden und fügte hinzu, dass derzeit über die Hälfte aller Lehrlinge in einem Innungsbetrieb ausgebildet werden.
Der stellvertretende Kreishandwerksmeister Helmut Priller erinnerte in seinem Schlusswort die jungen Leute daran, dass ihnen, angesichts der gegenwärtigen Fachkräftemangels, viele Wege offen stünden und betonte, sie sollten die Meisterprüfung anstreben, denn damit sei jetzt auch ein Fachhochschulstudium möglich.
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