Niedersachsen
KHS braucht zu viel Geld
Selbstständigkeit der Innung Wolfsburg gefährdet
Wolfsburg (ke). Unerwartete Nachforderungen der Kreishandwerkerschaft Wolfsburg könnten die Selbstverwaltung der Innungen gefährden. Wie es heißt, stünden noch hohe Forderungen in den Geschäftsbüchern der KHS aus. Sollten die Innungen das Geld tatsächlich zahlen müssen, drohten der Bäcker- und der Friseurinnung der Ruin. Die Bäckerinnung Wolfsburg umfasst noch fünf Mitglieder, so dass über eine Fusion sowieso schon länger nachgedacht wird, wie Obermeister Stefan Wolters gegenüber der Presse bestätigte. Dass seine Innung Insolvenz anmelden müsste, wenn sich der Verdacht auf schlechte Geschäftsführung der KHS bestätigt, glaubt er allerdings nicht.
In der KHS-Geschäftsstelle arbeiten derzeit 12 Personen. Nach Kündung des bisherigen Geschäftsführers Karl-Heinz Duwe werden sie übergangsweise von Heidrun Othmer geführt. Insolvenzverwalter ist Joachim C. Hausherr. Dem alten Vorstand drohen Schadensersatzforderungen. Die Gläubiger werfen dem ehemaligen Vorstand und der Geschäftsführung vor, einen Neubau des Handwerkerzentrums in die Wege geleitet zu haben, obwohl die Finanzlage schon 2004 prekär gewesen sei. Vom heutigen Vorstand wird dies bestritten.
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