Rheinland-Pfalz

Jetzt mit einheitlichem Grundbeitrag

Fusionierte Innung Pfalz-Rheinhessen auf gutem Weg / Hans Schmitt neu im Vorstand


Bad Dürkheim (dtp). Darstellung von Aktivitäten aus verschiedenen Bereichen, eine Nachwahl, ein Vortrag und die Diskussion über den Innungsbeitrag bestimmten die Jahreshauptversammlung der Bäckerinnung Pfalz-Rheinhessen.

Obermeister Willi Renner äußerte sich ähnlich wie Landesinnungsmeister Volker Gögelein beim voran gegangenen Verbandstag des BIV Südwest zur Situation. Dort war insbesondere die überall steigende Kostenbelastung angesprochen worden. Renner meinte, es nütze gar nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Vielmehr sei jeder einzelne aufgerufen nach Nischen in seinem Umfeld zu suchen und selbst motiviert zu sein. Oft sei es hilfreich, den Verbrauchern neue und andere Produkte anzubieten. Er warnte aber davor, sich ständig mit „Angeboten“ profilieren zu wollen, „da wird man bald unglaubwürdig.“

Lehrlingswart Helmut Seither bezeichnete die vorhandenen rund 740 Lehrlinge als eine sehr erfreuliche Anzahl. Bei bisher durchgeführten Gesellenprüfungen in diesem Jahr seien im Durchschnitt bessere Leistungen zu sehen gewesen, als im Vorjahr.

Steffen Schmitt, der Vorsitzende des Teams für Öffentlichkeitsarbeit sagte, die Arbeit stecke noch am Anfang, es habe erst eine Sitzung durchgeführt werden können. Auf die kommende Freisprechung, als ersten großen Event mit Öffentlichkeitswirkung, habe man sich schon sorgfältig vorbereitet. Schmitt plädierte dafür, in Verbindung mit den Brotprüfungen mehr Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Zu überlegen sei weiter, eine eigene Tüte für Innungsmitglieder zu entwickeln.

Nachdem Geschäftsführer Helmut Münch das „o.k.“ für die Jahresrechnung 2005 samt Entlastung für Vorstand und Kassenführung erhalten hat, kam der Etat 2006 mit neuen Zahlen ins Gespräch. Münch sagte, nach sehr sorgfältigen Berechnungen und Abwägungen habe man sich auf diese Lösung verständigt: Der Grundbeitrag solle 270 Euro betragen, hinzu komme ein Lohnsummenbeitrag in Höhe von zwei Prozent der bis 150.000 Euro Lohnsumme gelte. Lohnsummen darüber würden mit einem Prozent zur Kasse gebeten bei gleichzeitiger Deckelung bei 700.000 Euro. Damit werde für die kleineren Betriebe im Vergleich zu vorher eine deutliche Entlastung erreicht, nur wenige der großen und größeren Bäckereien hätten künftig einen höheren Beitrag zu entrichten als das vor der Fusion der Fall gewesen sei. Nach ausführlicher Diskussion wurde bei einer Enthaltung der Etat und damit der Beitrag in der vorgetragenen Form von der Versammlung genehmigt.

Weil Friedrich Schmitt, ehemals OM der Innung Kaiserslautern-Landstuhl aus Altersgründen aus dem Vorstand ausscheidet, war eine Nachwahl erforderlich. Vorgeschlagen und dann einstimmig gewählt wurde Hans Schmitt aus Queidersbach.

Frank Heiler und Wilfried Kurrat stellten mit einem Firmen-Portrait die Willii AG vor. Dabei hieß es, man sei im Begriff, ein umfangreiches Netzwerk zu schaffen, von dem alle Beteiligten und Mitglieder profitieren. Dazu gehöre auch, die Synergien zwischen Bäckern und Fleischern zu fördern und weiter zu entwickeln. Frank Heiler ging danach näher darauf ein, wie mittels Nutzung des regioblatt Neukunden geworben und erhalten werden können. Das sei die schnellste Möglichkeit den Umsatz zu erhöhen, weil es im Prinzip recht einfach sei das auf den Standort bezogene Marketing zu gestalten (siehe auch ABZ vom 3. 6. 2006). Er zeigte dazu einen Kunden-Aufbauplan in dem dargestellt wird, dass hundert neue Kunden mit einem durchschnittlichen Einkauf von zehn Euro in der Woche einen Mehrumsatz von 50.000 Euro im Jahr bedeuten.


Artikel vom 27.07.2006
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