Baden & Württemberg

Jetzt mezzanines Kapital im Angebot

Volksbanken Raiffeisenbanken schließen Lücke bei Beteiligungsfinanzierungen


Stuttgart (p). Viele kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland haben eine zu geringe Eigenkapitalausstattung. Mit einer neuen Form der Beteiligungsfinanzierung wollen die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden und Württemberg ihre Firmenkunden dabei unterstützen, diesen Mangel zu lindern. Zusammen mit der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH und der DZ BANK AG haben sie ein Programm aufgelegt, mit dem sie so genanntes mezzanines Kapital in Form einer stillen Beteiligungsfinanzierung anbieten. Das Programm wird in zwei Modellen durchgeführt.

Die zwei Modelle für das

Beteiligungskapital

Im ersten Modell wird Beteiligungskapital in Höhe von 100.000 Euro bis 1 Mio. Euro bereitgestellt; die Einlage wird in der Regel zu 75 Prozent aus Mitteln des ERP-Sondervermögens refinanziert.

Das zweite Modell betrifft höhervolumige Beteiligungen von bis zu 2,5 Mio. Euro.

„Mit unserem neuen Programm stellen wir Beteiligungskapital in Höhe von 100.000 Euro bis zu 2,5 Mio. Euro bereit. Damit schließen wir eine erhebliche Angebotslücke. Besonders die wachstumsstarken mittelständischen Unternehmen können von unserem Angebot profitieren, um ihre Eigen-kapitalbasis zu stärken“, erklärte Gerhard Roßwog, Vorstandsvorsitzender des Badischen Genossenschaftsverbandes. Mit diesem regionalisierten Finanzierungsmodell unterstützten die Volksbanken und Raiffeisenbanken gezielt ihre mittelständischen Kunden dabei, einerseits ihre finan-ziellen Spielräume zu erhöhen und andererseits ihre Bonität und damit ihr Ratingergebnis zu verbessern. „Damit können die Unternehmen das Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital optimieren und ihre Finanzstrukturen auf eine breitere Basis stellen“, so Roßwog.

An den Bedürfnissen des Mittelstands orientiert

Präsident Erwin Kuhn vom Württembergischen Genossenschaftsverband betonte, dass die Volksbanken und Raiffeisenbanken mit dem neuen Programm eine Beteiligungsfinanzierung zur Verfügung stellten, die darauf abziele, Branchen und Unternehmen zu erhalten. „Diese Beteiligungsfinanzierung verändert nicht die Unternehmensstrukturen, sondern hilft dabei, sie fortzuentwickeln. Auf Grund der langen Laufzeit handelt es sich um ruhiges Kapital. Die Beteiligung richtet sich allein an den Bedürfnissen des mittelständischen Unternehmens aus, sie ist nicht von den kurzfristigen Interessen Dritter getrieben, wie dies bei Equity-Finanzierungen etwa durch Hedge-Fonds der Fall sein kann.“ Unternehmen, die das Programm in Anspruch nehmen, profitierten nicht nur vom Mittelzufluss, sondern bekämen mit der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg einen weiteren, sehr erfahrenen und regional aufgestellten Gesellschafter, der spezifisches Know-how für die Unternehmenssteuerung und -überwachung bereitstellt. „Die MBG nimmt als Gesellschafter die Funktion des dritten und auch des vierten Auges wahr, ohne dass sie in die Geschäftsführung eingreift.“

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken stellten mit dem neuen Beteili-gungsprogramm die Stärke einer dezentralen, regional verankerten Gruppe unter Beweis, unterstrich Erwin Kuhn. „Wir sind den mittelständi-schen Unternehmen vor Ort verbunden. Aus dieser Kundennähe heraus können wir bedürfnisgerechte Lösungen anbieten. Dies ist unser genos-senschaftlicher Förderauftrag“, so Gerhard Roßwog.

Das neue Programm der Beteiligungsfinanzierung ergänze optimal die Produktpalette der Volksbanken und Raiffeisenbanken im mittelständi-schen Firmenkundengeschäft, so Dr. Thomas Duhnkrack, Mitglied des Vorstandes der DZ BANK AG. „Mezzanine Finanzierungen werden im Mittelstand weiter an Bedeutung gewinnen. Zum einen stärkt das Unter-nehmen seine Eigenkapitalbasis, ohne in seinen unternehmerischen Entscheidungen eingeschränkt zu werden. Zum anderen gewinnt das mittelständische Unternehmen den nötigen Freiraum, um Möglichkeiten am Markt aktiv zu nutzen. Denn nach wie vor ist die Innovationskraft des Mittelstands einer der wesentlichen Konjunkturfaktoren in Deutschland.“

Weitere Informationen

Ansprechpartner beim Badischen Genossenschaftsverband:

Thomas Nusche, Fon (0721) 3 52-14 47 Fax (07 21) 3 52-14 43

E-Mail: Thomas.Nusche@BGVnet.de

Ihre Ansprechpartnerin beim GENO-Verband Stuttgart:

Ursula Egger, Fon (07 11) 2 22 13-27 67 Fax (07 11) 2 22 13-73 77

E-Mail: Egger.U@GENO-Stuttgart.de

Ihr Ansprechpartner bei der DZ BANK AG:

Reinhard Fröhlich, Fon (0 69) 74 47-23 82 Fax (0 69) 74 47-29 59

E-Mail: reinhard.froehlich@dzbank.de


Artikel vom 13.07.2005
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