Nordrhein-Westfalen

Jetzt in die Zukunft starten

Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Unna


Unna (rh). Wenn die Kreishandwerkerschaft Unna ihre Nachwuchskräfte offiziell in den Kreis der gesellen aufnimmt, geschieht dies im Rahmen einer großen Freisprechungsfeier in der Stadthalle. Auch in diesem Jahr konnten dort über 170 Absolventen der Sommerabschlussprüfungen ihre Zeugnisse auf der Bühne im Empfang nehmen. Unter ihnen auch zahlreiche „Newcomer“ im Bäckerhandwerk. Zu ihnen zählten 17 Fachverkäuferinnen und 10 Bäckergesellen.

Die Ansprache zur Verabschiedung hielt Bürgermeister Werner Kolter (Unna), nachdem Kreishandwerksmeister Johannes Mester den Berufsnachwuchs zur großen Abschlussfeier begrüßt hatte.

Die Fachlehrerin, Studiendirektorin Susanne Rödig, vom Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg Werne buchstabierte in ihrer Ansprache das Wort „Gesellenbrief“ auf eigene Weise. Vom G wie „Getz bin ich fertig“ über E wie „Eigentlich gar nicht so schlecht gewesen“ bis hin zum F wie Feiern gelang es ihr, den jungen Nachwuchskräften Mut für die kommende Karriere zu geben. Nun sei es an der Zeit selbstverantwortlich zu handeln und eigene Entscheidungen zu treffen. Der Lob und auch der Ärger, der daraus erwachse, müsse dann auf die eigene Kappe genommen werden. Allerdings legte sie ihnen auch ans Herz, dass man nie mit dem Lernen ganz fertig sei. Im Gegenteil, nur kontinuierliches Weiterklettern auf der Wissensleiter sichere den Arbeitsplatz auf Dauer. „Sie haben eine spannende Zeit miterlebt, eine Zeit, in der sich die Schule gewandelt hat“, blickte sie auf den Part des Berufskollegs zurück. Die Lehrer verstünden sich heute nicht als Dozenten, sondern als Lernbegleiter.

Nun gehe es darum, endlich Geld zu verdienen und eine Familie zu gründen. Weitere Ziele, wie der berufliche Aufstieg, verlangten ebenfalls jenes Durchhaltevermögen, das die Lehrlinge drei Jahre lang an den Tag gebracht haben.

Ihre Empfehlung lautete aber auch: „Lachen sie mehrmals am Tag“. Es gelte, nicht den Humor zu verlieren und das Leben auf diese Weise mit Schwung anzugehen. Dazu gehöre auch der Drang zu Neuem, Innovationsfreude und Kreativität. „Denn wer heute immer nur das tut, was er gestern schon getan hat, der bleibt auch morgen, was er heute schon ist“, legte sie ihnen zum Abschluss ans Herz.


Artikel vom 25.08.2005
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