Hessen

Jetzt gilt es, fachlich am Ball zu bleiben

17 Nachwuchskräfte des Bäckerhandwerks bei der Freisprechung der KHS Gießen


Großen-Buseck (dtp). Die Freisprechung des erfolgreichen Nachwuchs im Bäcker- und Fleischerhandwerk der Innungen Gießen wurde gemeinsam durchgeführt. Sieben „frisch gebackene“ Bäcker und die stolze Zahl von 17 Verkäuferinnen im Bäcker-Handwerk leisteten dazu einen wichtigen Beitrag.

In Ansprachen wurde besonders darauf hin gewiesen, die Chancen zusätzlicher Fort- und Weiterbildung zu nutzen. Bernd Braun, Mitglied im Vorstand der Bäckerinnung sagte: „Der Beruf ist das Rückgrat des Lebens“, weil sich die meisten Menschen über ihren Beruf definierten. Er rief die jungen Leute dazu auf, in Beruf und Leben neugierig, innovativ und kreativ zu sein sowie mit Freude und einer positiven Grundeinstellung ihrer Arbeit nach zu gehen. Braun riet zu einem hohen Maß an Flexibilität. Das könne sogar so weit gehen, einige Zeit im Ausland zu arbeiten. Dies sei, so seine persönliche Kenntnis, mit Erfahrungen verbunden die lebenslang Nutzen brächten.

Karl-Heinz Bremer von der Berufsschule Gießen und Thomas Kupka, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, erinnerten daran, nach erfolgreichem Abschluss keinesfalls stehen zu bleiben und sich auf den Lorbeeren ausruhen zu wollen. Es gelte, „immer am Ball zu bleiben.“ Etwa wenn die ersten Unsicherheiten auftreten, wenn Ausbilder nicht mehr aufpassen wie vorher oder wenn das eigene Wissen und Können an die nächsten Lehrlinge weiter gegeben werden soll.

Weiterbildung und Zusatzqualifikation seien die Stichworte, unter denen die jungen Leute ihren Berufsweg beschreiten sollten. Es sei anzustreben, den Meisterbrief zu erwerben und darauf aufbauend, die Qualifikation zum Betriebswirt des Handwerks zu erwerben. Verbunden mit dem Erhalt des Meisterbriefes sei sogar die Zugangsberechtigung zu einem weiter führenden Studium. Kupka berichtete von einer positiven Entwicklung im Handwerk, die es so seit Jahren nicht mehr gegeben habe. Abkehr der Verbraucher von der „Geiz ist geil“-Mentalität mit Hinwendung zu Qualitätsprodukten, steigende Umsätze und Personaleinstellungen seien signifikant.


Artikel vom 28.09.2006
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