Hessen
Jetzt gilt es, beruflich dranzubleiben
Freisprechungsfeier mit der Bäckerinnung Dillenburg: Hatice Alici war Innungsbeste Bäckerei-Fachverkäuferin

Die bei der Freisprechung anwesenden Bäckerei-Fachverkäuferinnen mit EOM Kurt Weil (von links) und der Innungsbesten, Hatice Alici. Rechts OM Friedel Homberg.
Kreishandwerksmeister Bernd Klein begrüßte neben den Freizusprechenden zahlreiche Ehrengäste aus Handwerk, Wirtschaft, Schulen und Politik der Region. Er dankte denen, die zur Ausbildung des Nachwuchs beigetragen hatten. Er wies darauf hin, dass das Handwerk schon immer über Bedarf ausgebildet hat, eine weitere und deutliche Steigerung sei aber nicht mehr zu erkennen. Der Politik warf er in diesem Zusammenhang vor: „Wenn über 30 Prozent der Handwerksberufe abqualifiziert werden und ohne weitere Nachweise ausgeübt werden dürfen, muss das zwangsläufig Auswirkungen auf die Ausbildungsbereitschaft nach sich ziehen.“ Den jungen Leuten gab er mit auf den Weg, sie mögen in dem gewählten Beruf ihre Erfüllung finden. Sie sollten ehrgeizig sein, an ihrer Zukunft arbeiten und sich weiter bilden. „Das Fundament dieser Ausbildung befähigt Sie, den gestellten Anforderungen gerecht zu werden.“
Die Festansprache hielt Hans-Werner Schech, Präsident der Arbeitgeber-Verbände des Hessischen Handwerks e.V. Die Freizusprechenden verglich Schech mit Sportlern, die ihr Ziel erreicht haben. Er ließ sie aufstehen und sagte unter großem Beifall: „So sehen Sieger aus.“ Dass in Hessen nach längerem Bohren bei der Politik nun für die Meister der Zugang zum Studium erreicht wurde begrüßte er. Weiter wies Schech darauf hin, dass tausende von Betrieben zur Übernahme anstehen. Daraus entstünden große Chancen, die es zu nutzen gelte.
Nach der Freisprechung durch den Kreishandwerksmeister wurden die Innungsbesten durch Bernd Klein und Hans-Werner Schech vorgestellt und geehrt. Im Bäckerhandwerk war es die Fach-Verkäuferin Hatice Alici, die in der Bäckerei Wilhelm Stoll (Dillenburg) ausgebildet wurde.
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