Hessen

Jetzt gilt es, auf Weiterbildung zu setzen

Freisprechung der Bäckerinnung Bergstraße für 22 junge Leute / Bäko-Förderbeiträge


Bensheim (dtp). Zur Freisprechungsfeier hat die Bäckerinnung Bergstraße die 22 jungen Leute eingeladen, die als Fachverkäuferin (10) und als Bäcker (11+1) ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Einer der Bäcker erhielt einen Prüfungs-Bescheinigung für Erfolg in der Fertigkeitsprüfung als Teil der Gesellen-Prüfung.

Zur insgesamt sehr gut besuchten Veranstaltung hieß Obermeister Siegfried Gebhardt auch zahlreiche Repräsentanten aus dem Umfeld des Bäckerhandwerks willkommen. Den jungen Leuten bescheinigte er, sie hätten mit ihrem guten Abschluss bewiesen, dass sie Erfolg haben wollten. Dies sei ein wichtiger Schritt, und sie haben es ja selbst während der Lehre erfahren: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ Dabei sei Qualität ein wichtiger Erfolgsfaktor. Dazu gehöre zum Beispiel die Fort- und Weiterbildung wie sie von vielen Seiten angeboten werde.

Kreishandwerksmeister Willi Arndt sprach von einem Meilenstein, den die jungen Leute erreicht haben. Dadurch sei einer positiven Zukunft Tür und Tor geöffnet. Hohe Anerkennung zollte Arndt den Betrieben, die laufend Plätze zur Ausbildung anbieten. Dem Nachwuchs legte er ans Herz, „nur Spezialisten und Fachkräfte haben sichere Arbeitsplätze,“ und ermunterte dazu, den Meisterbrief zu erwerben.

Kritik übte Sabine Glasl von der Berufsschule daran, dass künftig die Verkaufslehrlinge aus dem Bäcker- und dem Fleischerhandwerk zusammen in eine Klasse gehen müssten. „Es ist doch nicht egal, ob Backwaren oder Fleisch und Fleischwaren verkauft werden“, ansonsten komme die neue Ausbildungs-VO in manchen Bereichen den denkbaren Lösungen entgegen. Weiter meinte die Lehrerin, die jungen Leute hätten nun gesehen, dass es sich lohne, sich anzustrengen.

Ralf Jakob, Vorsitzender im Gesellen-prüfungs-Ausschusses sagte, es sei wohl das Minimalziel gewesen, die Prüfung zu bestehen. Auch die Vorbereitung sei nur auf „durchkommen“ ausgerichtet gewesen. Eine solche Einstellung halte er auf Dauer für zu wenig, die jungen Leute sollten im Beruf etwas mehr Ehrgeiz entwickeln.

Nach Ausgabe der Gesellenbriefe und Prüfungszeugnisse wurden durch Lehrlingswart Bernd Beringer die Besten gesondert vorgestellt und geehrt. Es waren der Bäcker Metin Nas, der in der Bäckerei Walter Unger (Fürth/Odw.) gelernt hatte. Und die Bäckerei-Fachverkäuferin Hediye Altuntas, die im Betrieb Gebhart GmbH (Bürstadt) ausgebildet worden war. Die beste Schulleistung von Yvonne Borkowski wurde zusätzlich gewürdigt.

Direktor Hans Schneider von der Bäko Süd-West überreichte Fördergeld aus der Stiftung zur Förderung des Nachwuchs an Hediye Altuntas, Metin Nas, Daniel Hahn und Rahime Tanriverdi, die auch von der IKK und der SHB beschenkt wurden.


Artikel vom 06.09.2007
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