Hessen
Jetzt beginnt der Ernst des Lebens
Freisprechung der Bäckerinnung Odenwaldkreis zusammen mit den Fleischern

Die bei der Freisprechung Anwesenden aus dem Bäckerhandwerk mit (von links): KHWM Ludwig Jung, OM Ludwig Schmitt, stellv. OM Jens Eidmann, Bürgermeister Johann Weyrich und (2. von rechts) Werner Helm. Foto: dt-press
Bäcker-Obermeister Ludwig Schmitt begrüßte etliche Ehrengäste aus Handwerk, Verwaltung und Politik der Region und besonders die jetzt Freizusprechenden. Denen bescheinigte er, „die Ausbildung war mit viel Arbeit verbunden,“ aber jetzt beginne erst so richtig der Ernst des Lebens. Die seither vorhandene schützende Hand des Meisters entfalle künftig, dennoch sei das Lernen nie zu Ende. Dafür stünden viele Wege und Möglichkeiten offen. Wichtig wäre auch, mit Geld gut umzugehen, nachdem der Gesellenlohn höher sei als die seitherige Ausbildungsvergütung. In Zukunft, so Schmitt mit Blick nach vorn, werde man auch wieder mehr und länger arbeiten müssen. Als bedeutsamen Faktor stellte er die erforderliche persönliche Flexibilität bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen dar. Damit wäre verbunden, auch für eine gewisse Zeit eine „unbequeme“ Stelle anzunehmen um nicht in die Arbeitslosigkeit abgeschoben zu werden.
Fleischer-Obermeister Gerhard Rebscher hielt ebenfalls die Weiterbildung für einen der zentralen Punkte um weiterhin im Beruf die Nase vorn zu haben. Mit den Augen zu stehlen sei keinesfalls strafbar, erklärte er.
Grußworte kamen von Bürgermeister Johann Weyrich von der Stadt Bad König, von Kreishandwerksmeister Ludwig Jung und Studienrat Werner Helm meinte, es sei jetzt eine Zeit angebrochen, in der das Handwerk wieder verstärkt gefragt sei. Damit sind gerade für junge Menschen gute Chancen gegeben, sich zu bewähren und vorwärts zu kommen. Was allerdings nicht plötzlich und über Nacht von statten gehe, es sei vielmehr ein Prozess des langsamen Hocharbeitens. Jung sagte, die gezeigten Leistungen haben Respekt und Achtung verdient. Diese Feier wäre auch Lohn für bewiesenen Einsatz und Lernbereitschaft. Weiterbildung gebe Sicherheit im Beruf, an und zu dem die jungen Leute Freude sowie Aufgeschlossenheit erhalten mögen.
Helm meinte, Freisprechung im Handwerk habe mit rund 500 Jahren eine weit ältere und längere Tradition als vergleichsweise die Schulen. Bei den Bäckerei- und Fleischerei-Verkäuferinnen sei das Niveau in Fachkunde sehr hoch gewesen. Bei den Bäckerei-Verkäuferinnen seien allerdings zu viele durchgefallen.
Norfried Hobler von der SHB gab an alle Freigesprochenen Gutscheine für eine private Haftpflichtversicherung aus. Er wies darauf hin, dass sie mit Ende der Ausbildung nicht mehr in der Familienversicherung enthalten sind.
Nach der Ausgabe der Gesellenbriefe und Prüfungszeugnisse wurde der Bäcker Christoph Georg Ohnsorg als Innungsbester vorgestellt und besonders ausgezeichnet. Er wurde im Betrieb von Bäckermeister Dieter Kollmer ausgebildet.
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Informationen und Anmeldungen: Bäckerinnungsverband Baden, Tel. (0721) 9323220, Fax 9323232, E-Mail: info@biv-baden.de, Konto-Nr.: 20753, BLZ 661900000 Voba Karlsruhe Schulungsort: Badische Bäckerfach

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