Baden & Württemberg

Innungen, die kooperieren

Versammlung in Wolfach mit „Nachbarkollegen“


Wolfach (biv). Ein volles Haus konnte Obermeister Bruno Hochstein anlässlich der Jahreshauptversammlung der Bäckerinnung Wolfach in Hausach begrüßen. Sein besonderer Gruß galt hierbei den Obermeistern Helmut König und Bruno Dierle der Nachbarinnungen Offenburg und Kehl-Hanauerland, die als Zeichen der guten Zusammenarbeit der Innungen im Ortenaukreis ebenfalls anwesend waren. Im Rahmen des Jahresrückblicks war die besonders gelungene Brotprüfung in der Sparkasse Hausach zu erwähnen, die in diesem Jahr vom 11. bis 13. Juli in der Volksbank Zell/Lahr stattfinden wird.

Der Einsatz des „ Bäckersmarts “, einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit der Innungen Wolfach, Kehl und Offenburg ist bei den Verbrauchern auf eine hervorragende Resonanz gestoßen. Ein absolutes Highlight stellte darüber hinaus die gemeinsame Herbstversammlung der Innungen des Ortenaukreises im Schlosskeller des Schlosses Gaifbach in Oberkirch im Berichtsjahr dar, und mit großer Vorfreude blicke man daher der wiederum gemeinsamen Herbstversammlung am 22. Oktober im Spiegelsaal des Schlosses Hornberg entgegen.

Obermeister Bruno Hochstein ging dann auf die Obermeistertagung des Bäckerinnungsverbands Baden und die Strukturfragen der Zukunft ein. Die Innung Wolfach müsse sich in dieser Beziehung ab dem Jahr 2007 Gedanken machen, wenn Geschäftsführerin Schnee in den Ruhestand gehe.

Die wichtigsten Neuerungen im Bereich des Kennzeichnungs-, Berufsbildungs- und Lebensmittelrechts erläuterte schließlich die Geschäftsführerin des Bäckerinnungsverbandes Baden, Ute Sagebiel-Hannich. Sie konnte auf die erfolgreiche Gründung von drei Erfa-Kreisen im Bereich des Bäckerinnungsverbandes Baden verweisen und erläuterte das EU-Projekt Personaloffensive im Handwerk.

Besonders empfahl sie den Anwesenden die Teilnahme an der betriebswirtschaftlichen Tagung der Verbände Baden, Württemberg, Hessen und Südwest am 29. und 30. Mai in Heidelberg. Im Zentrum ihrer Ausführungen stand dann die Kurzeinführung in die EDV-Programme des ZV PIN-Backwaren, brotmanufaktur und bro:T, in deren Zusammenhang sie auf das Schulungsangebot des Bäckerinnungsverbandes Baden verwies.

Nachfolgend informierten Dr. Vonier und Herr Göthel von der THUMEDI-Präventionsmanagement GmbH, die im Auftrag der BGN in ganz Baden-Württemberg Ansprechpartner für die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Kleinbetriebsbetreuung (Kompetenzzentrumsmodell) ist, über neue gesetzliche Regelungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Eindrucksvoll konnte durch Beispiele aus der Praxis dargelegt werden, dass die mit kostenfreier Hilfe des Kompetenzzentrumsmodells in den Bäckereien durchgeführten Gefährdungsbeurteilungen bestens geeignet sind, persönliche Haftungsrisiken des Betriebsinhabers zu minimieren.


Artikel vom 16.06.2005
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