Bayern

Infos, Produkte und Fortbildung geboten

Hausmesse der Bäko Schwaben Augsburg/Kempten eG vor dem 100-jährigen Jubiläum


Augsburg (ke). Die diesjährige Hausmesse der Bäko Schwaben Augsburg/Kempten eG fand ausnahmsweise im Frühjahr statt. Auch wegen der im Oktober in München durchgeführten iba (Internationale Fachmesse Weltmarkt des Backens). Dass die Genossenschaft nicht ganz auf ihre Veranstaltung verzichten wollte, lag zum einen daran, dass die Bäko Schwaben heuer ihr 100-jähriges Bestehen feiert und 2006 unter diesem Motto etliche Male auf das Jubiläum hinweisen will. Als nächstes zur offiziellen 100-Jahrfeier am 6. Mai. Im Vordergrund steht die Werbung für die Organisation und für die Bäcker und Konditoren im Regierungsbezirk. Geschäftsführender Vorstand Oskar Görger hätte die Hausmesse daher auch durchgeführt, wenn sich die 2-tägige Veranstaltung nicht gerechnet hätte.

Das allerdings blieb den Schwaben erspart. Bis zum Schluss der Messe, die am Samstag Vormittag begann und bis Sonntag Abend dauerte, zählte die Bäko rund 20 Prozent mehr Besucher, als in den Vorjahren. Die Hausmesse setzte auf ein neues Konzept, das seinen Probelauf im vergangenen September bestanden hatte. Auf Wunsch von Mitgliedern, Kunden und Ausstellern fand die Frühjahrsveranstaltung daher wieder mitten im Augsburger Lager am Bischofsackerweg statt. Von den insgesamt ca. 6000 Quadratmetern Hallenfläche waren etwa 1000 in den Gängen und im Versandbereich für die Ausstellung freigeräumt worden. Fast 70 Unternehmen informierten hier über ihre Produkte und Dienstleistungen. Mehr als 30 Firmen kamen aus dem Maschinen- und Gerätesektor. Auch die Bäko war mit zwei Ständen vertreten.

Die vielen kleinen Stände, die sich in den Gängen drängten, vermittelten eine lebhafte Marktatmosphäre, zumal sich Rohstoffe, Maschinen, Dekoartikel, Arbeitskleidung und -Geräte abwechselten. Görger hält diese Mischung für wichtig, damit sich Kunden und Lieferanten von der Konkurrenz relativ unbeobachtet unterhalten können. Das kam an. So informierten sich am Stand von Meylip Besucher darüber, wie aus Amerikanern Fußbälle werden, oder bei der Berndorfer GmbH über die Haltbarkeitsverlängerung von Frittierfett. Um neue Fruchtmischungen ging es bei Zentis, um neue Tortenvariationen bei Plange, ein Korbflechter zeigte seine Handwerkskunst und manche Bäckerfamilien tauschten zwischen den Ständen Neuigkeiten aus. Da nicht nur der Software- oder Maschinenbereich erklärungsbedürftig ist, sondern immer mehr neue Rohstoffe auf den Markt kommen, sind Kunden generell auf ausführliche Informationen angewiesen. Bäcker setzen heute stärker auf Dienstleistung und wollen – wie ihre Kunden – mehr über Nährwerte, Verarbeitungskniffe, Kennzeichnung oder Produkt- und Marketingideen wissen. Für die Außendienstmitarbeiter der Lieferanten eine gute Gelegenheit, in kurzer Zeit viele Gespräche zu führen. Dem Informationsbedarf ihrer Mitglieder trugen die Schwaben auch mit einem Fortbildungskurs am Sonntagnachmittag Rechnung. Rainer Veith, Snackberater der Bäko-Zentrale Süddeutschland eG, gab praxisnahe Tipps für kalte und warme Zwischengerichte aus der Bäckerei.


Artikel vom 04.05.2006
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