Sachsen

Hohe Beteiligung und gute Ergebnissen

Brotprüfung der Bäckerinnung Chemnitz auf Ausstellung „Geschmackssache“


Chemnitz (ps). Eine schöneren oder gar passenderen Rahmen für eine außerplanmäßige Brotprüfung hätte es wohl kaum geben können: Noch bis zum 17. April 2006 ist im Sächsischen Industriemuseum in Chemnitz die Wanderausstellung „Geschmackssachen – Ernährung im Konsumzeitalter“ zu sehen. Die Mitglieder der Bäckerinnung Chemnitz trugen auf ihre Art zum Gelingen der Veranstaltungen bei – nach einem Plätzchenbacken für und mit Mädchen und Jungen in der Vorweihnachtszeit luden sie am 4. März 2006 zu einer öffentlichen Brotprüfung ein. Und die interessierten Verbraucher und Stammkunden nutzten gleich zu Dutzenden die Gelegenheit, sich bei Michael Isensee, Brotprüfer beim Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, sozusagen aus erster Hand über die Qualität der Brote und Brötchen von „ihrem“ Bäcker zu informieren. Der erfahrene Fachmann hatte insgesamt 43 Brot- und 16 Brötchenproben zu begutachten und zu verkosten – und war am Ende nicht nur „satt“, sondern auch des Lobes voll über die Brotlaibe und Brötchen aus den Chemnitzer Backstuben. Immerhin konnten mehr als 60 Prozent der eingereichten Proben mit goldenen und silbernen Medaillen ausgezeichnet werden.

Michael Isensee erläuterte den Interessenten die Qualitätskriterien und die mitunter beanstandeten Fehler, die er zwischen Kruste und Krume fand: Hier war die Backzeit zu kurz, dort die Struktur zu dicht oder zuviel Kümmel im Brotteig. Doch diese „Schnitzer“ konnten das insgesamt recht gute Gesamtergebnis nicht trüben. Und beim Verkosten der einzelnen Proben kamen auch die Kunden nicht zu kurz und auf ihre Kosten, wobei sich zeigte, dass die Geschmäcker auch bei Brot und Brötchen unterschiedlich sind. „Entscheidend für den Bäckermeister ist, ob er seine Backwaren gut verkaufen kann“, erläuterte der Brotprüfer.

Bäckermeister Wolfgang Meyer, Obermeister der Bäckerinnung Chemnitz, freute sich über die sehr gute Beteiligung seiner Kollegen an der Brotprüfung 2006. „Ich bin sehr dankbar, dass sich fast zwei Dutzend Betriebe und damit viel mehr als in den vorangegangenen Jahren mit ihren Broten und Brötchen an dieser Veranstaltung beteiligen“, stellte er zufrieden fest. Der Appell an die Innungsmitglieder habe Früchte getragen – und das nicht nur, weil die Innung die Kosten für die jeweils erste Probe jedes Mitgliedsbetriebs übernimmt.

Über Zeitungsartikel in regionalen Medien hatte die Innung außerdem über diese Veranstaltung informiert.


Artikel vom 23.03.2006
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