Rheinland-Pfalz
Handwerker, Unternehmer und Familienmensch mit ganzem Herzen
Karl-Heinz Scherhag, der Präsident der Handwerkskammer Koblenz feiert seinen 70. Geburtstag
Koblenz (p). In einer Werkstatt-Garage begann sein Weg als selbstständiger Kfz-Mechanikermeister. In Güls an der Mosel reparierte der 22-jährige Karl-Heinz Scherhag Landmaschinen, Fahrräder und Autos. Das war 1959. Mit Willen und Durchsetzungsvermögen wurde aus dem Einmannbetrieb ein Erfolgsunternehmen, das heute 60 Mitarbeiter, unter ihnen 16 Lehrlinge, zählt und aus der Koblenzer Wirtschaftslandschaft nicht mehr wegzudenken ist. Eine Erfolgsstory, geschrieben durch einen Mann, der nicht nur als Unternehmer seine Spuren hinterlassen hat. Am 5. Mai 1936 geboren, feiert HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag an diesem Freitag seinen 70. Geburtstag. „Ich bin Handwerker, Unternehmer und Familienmensch mit ganzem Herzen“ – das ist Karl-Heinz Scherhag, seit 1988 Präsident der Handwerkskammer Koblenz. Zuvor war er 16 Jahre Innungsobermeister, 12 Jahre zeitgleich Kreishandwerksmeister. Das Handwerk ist nicht nur seine berufliche Heimat, „das ehrenamtliche Engagement war mir immer wichtig. Ich bin ein Mensch, der die Dinge aktiv mitgestalten will. Mit der Aussage ‚So ist es eben.‘ konnte ich noch nie etwas anfangen“. So hat sich der Jubilar in zahlreiche Ehrenämter eingebracht, u.a. war er Vorsitzender der Innungskrankenkasse Koblenz, Mitglied des Präsidiums des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Mitglied im Weltverband für das Kfz-Gewerbe (IOMTR), des Landes- und Bundesverbandes des Kfz-Handwerks, der Kreditgarantiegemeinschaft des rheinland-pfälzischen Handwerks. Karl-Heinz Scherhag ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes und des Goldenen Handwerksabzeichens. Seit 1960 CDU-Mitglied, zog Scherhag 1994 für zwei Legislaturperioden als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag ein. Nach 16 Jahren als Mitglied des Koblenzer Stadtrates in verschiedenen Funktionen die Krönung als Kommunalpolitiker. In Berlin arbeitete er als Abgeordneter in den Ausschüssen für Finanzen, Bildung, Wissenschaft und Forschung. Als Mitglied des renommierten Wirtschaftsausschusses – und hier war er Vorsitzender des Arbeitskreises der CDU - brachte sich Karl-Heinz Scherhag u.a. in die Novellierung der Handwerksordnung 1998 ein, die von allen Bundesländern einstimmig beschlossen wurde. Eine Zeit, an die Karl-Heinz Scherhag gute Erinnerungen hat. „Ich habe diese Chance genutzt und bin sehr dankbar für die Möglichkeiten, die sich mir in acht Jahren Bundestag geboten haben.“ Aktiv mitgestalten und nicht nur zusehen – auch in der Politik hat Scherhag diese Devise umgesetzt, die für ihn im Alltag gilt. „Es hält fit, wenn man sich geistig wie körperlich in den unterschiedlichsten Bereichen beschäftigt. Aktiv beispielweise beim morgendlichen Schwimmen. Wenn möglich lege ich alle Wege zu Fuß zurück, steige lieber Treppen als mit dem Aufzug zu fahren. Ich lege Wert auf körperliche Arbeit, so im Garten. Auf der anderen Seite ist es eine Einstellungsfrage, wie man an alltägliche Herausforderungen herangeht, sei es im Unternehmen, dem Ehrenamt bis hin zum Leben als Familienmensch. Besonders genieße ich die Zeit mit meinen vier Enkelkindern und bin so oft, wie es geht, mit ihnen zusammen. Das hält jung.“
Artikel vom 05.05.2006
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