Baden & Württemberg
Handwerk und Bürgschaftsbank
Stuttgart (hk). Im ersten Halbjahr 2005 haben sich mehr Unternehmen an die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg gewandt als je zuvor.
Genau 1108 Finanzierungsvorhaben wurden mit Bürgschaften abgesichert - gegenüber den bisherigen Rekordzahlen des gleichen Zeitraumes 2004 eine weitere Steigerung um 8,6 Prozent.
Das Bürgschaftsvolumen erhöhte sich sogar um 14,9 Prozent auf 139,1 Mio. Euro, mit dem Kredite im Volumen von 219,2 Mio. Euro ermöglicht wurden.
„Die Bürgschaftsnachfrage hält über fast alle Wirtschaftszweige unverändert an”, zeigt sich Guy Selbherr, Vorstandsmitglied der Bürgschaftsbank zufrieden.
Nachdem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die L-Bank, die staatliche Förderbank für Baden-Württemberg, zum 1. April 2005 ihre Förderkredite auf ein risikogerechtes Zinssystem umgestellt hätten, sei in Kreditwirtschaft und Mittelstand eine leichte Verunsicherung zu spüren gewesen. Die Bürgschaftsbank ersetzt fehlende Kreditsicherheiten durch Bürgschaften und verbessert damit für den Mittelstand Besicherungsklasse und Kreditkonditionen auch in den neuen Fördermodellen.
Erfreut zeigte sich Dr. Hartmut Richter, Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstages und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bürgschaftsbank, angesichts der Förderzahlen. Das Ziel der neuen risikogerechten Zinssysteme sei insbesondere die Verbesserung der Versorgung des Mittelstands mit kleinvolumigen Krediten.
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