Hamburg
Hamburger Handwerk auf gutem Weg
Erster Bürgermeister Ehrengast der Jahresschlussversammlung der Kammer

Bei bester Laune: Handwerkskammerpräsident Peter Becker (links) und Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust. Foto: Fischer
Wie er weiter ausführte, hätten viele Handwerksunternehmen ihre Hausaufgaben gemacht. Notwendige Umstrukturierungen seien durchgeführt und viele Betriebe effizienter geworden. Aufgrund voller Auftragsbücher und Neueinstellungen könne man im Handwerk deshalb endlich wieder von einem „Boom“ sprechen.
Das Hamburger Handwerk – wie der Mittelstand insgesamt – sei nach wie vor das Rückgrat der Wirtschaft in Hamburg und daher für die Zukunft der Stadt von besonderer Bedeutung. Ein Lob gelte auch dem Hamburger Senat, der durch die Novellierung des Vergabegesetzes gezeigt habe, wie wichtig ihm die Unterstützung des Handwerks sei. Das zur Zeit im Bau befindliche neue Bildungszentrum „Elbcampus“ der Handwerkskammer sei das beste Beispiel: Hier wurde jedes Gewerk einzeln ausgeschrieben, und damit seien viele Aufträge in der Region geblieben. Dem Senat schlug Becker von daher vor, öffentliche Bauaufträge generell ohne Generalunternehmer zu vergeben.
Wie Becker betonte, liege ihm die Bildungspolitik besonders am Herzen. Bei den Reformen zur Qualitätsverbesserung an den Beruflichen Schulen unterstütze das Handwerk den Senat voll und ganz. Becker: „Nur Bildung ermöglicht den Zugang zu Ausbildung, nur Ausbildung sichert wiederum den Bedarf an Fachkräftenachwuchs im Handwerk und damit die Zukunft vieler Betriebe.“
Abschließend wies Becker auf den erfolgreichen Start der Berufsakademie Hamburg im vergangenen Oktober hin: 38 Studenten werden in vier Jahren erstmalig ihre Ausbildung mit dem Gesellenbrief und dem international anerkannten Bachelor in Betriebswirtschaft abschließen.
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