Saarland
Gleichbehandlungsgesetz birgt Gefahren
Thema auf der Versammlung der Bäckerinnung Saarpfalz / Spürbarer Aufwind
Homburg (gwe). Die diesjährige Frühjahrsversammlung der Bäckerinnung Saarpfalz war leider sehr schwach besucht. Alle Ehrenamtsträger forderten die Mitglieder auf, künftig wieder zahlreicher am Innungsleben, insbesondere an der Innungsversammlung teilzunehmen. Obermeister Herbert Jakobs begrüßte neben den Mitgliedern auch einige Gäste: Landesinnungsmeister Roland Schaefer, Geschäftsführer Gerd Wohlschlegel, die Obermeister Karl-Heinz Kolb und Hans-Jörg Kleinbauer, den Vorstand der Bäko Saar-Pfalz Rainer Vollmar sowie von der Signal Iduna Rainer Klein.
In dem Bericht des Obermeisters ging Herbert Jakobs auf die verbesserte Konjunktur ein und unterstrich, dass auch der Konsum angezogen habe, trotz der höheren Mehrwertsteuer, die aber in weiten Teilen das Bäckerhandwerk nicht betreffe. Er warnte davor, dass dieses kleine Wachstum durch überzogene Forderungen der Gewerkschaft wieder geschwächt werde. Er unterstrich die geringste Arbeitslosigkeit im Saarland seit vielen Jahren. Auch das Bäckerhandwerk merke die gute Konjunktur. Auch hier habe der Umsatz sich erhöht und stabilisiert. Ebenso sei der Außer-Haus-Verzehr stark angestiegen. Und schließlich verzeichne auch die Bäko steigenden Umsatz, allerdings fehlen seit Anfang des Jahres die Investitionen in die Anlagegüter. Schließlich gab er bekannt, dass die Energis, als größter Gasanbieter an der Saar, die Gaspreise senken werde.
Geschäftsführer Gerd Wohlschlegel ging auf die Zahlen der Innung Saarpfalz ein, die leider mit nur noch 38 Innungsmitgliedern die kleinste Innung im Saarland ist.
Die Jahresrechnung 2006 wurde von Gerd Wohlschlegel vorgetragen und den Kassenprüfungsbericht gab Bäckermeister Gerd Leibrock ab, der gleichzeitig um die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung bat. Diese wurde auch einstimmig erteilt. Der vom Geschäftsführer vorgetragene Haushaltsplan 2007 wurde ebenso einstimmig angenommen.
Zu Delegierten für den diesjährigen Verbandsdelegiertentag am 20. Juni im Großen Saal der Handwerkskammer, zu dem als Gastredner der neue Direktor der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk, Weinheim, seine Zusage gegeben hat, wurden gewählt: Rainer Michel, Werner Brill, Reinhard Ackermann und Gerd Leibrock.
Landesinnungsmeister Roland Schaefer unterstrich, dass die im vergangenen Jahre durchgeführte Tütenaktion mit der Aufschrift: „Kaufen Sie Ihre Backwaren ruhig da, wo Ihre Kinder einen Ausbildungsplatz finden“ möglicherweise zu einer Steigerung der Lehrlingszahlen im saarländischen Bäckerhandwerk beigetragen habe und erwähnte gleichzeitig, dass die diesjährige Verkaufsaktion mit den Tüten aus dem saarländischen Bereich kommen, nämlich eine wunderschön aufgemachte, vierfarbige Tüte mit der Saarschleife und dem nur im Saarland bekannten Doppelweck. Geschäftsführer Wohlschlegel erläuterte hierzu, dass bereits über 700.000 Tüten an die saarländischen Mitglieder verkauft wurden. LIM Schaefer ging weiterhin auf die neue Ausbildungsverordnung der Bäcker ein und auch darauf, dass sein großes Ziel, die Innungsfusion leider gescheitert sei. Obwohl drei saarländischen Bäckerinnungen der Fusion einstimmig zugestimmt hatten, konnte auch die Bäckerinnung Saarlouis/Merzig im dritten Anlauf nicht die ¾ Mehrheit für eine Fusion erreichen. So bleibt es wohl auf absehbare Zeit bei vier selbstständigen Bäckerinnungen im Saarland. Für ihn bedeutet das als Konsequenz, dass er am 20. 6. 2007 nicht mehr zur Wiederwahl als Landesinnungsmeister zur Verfügung steht. Schließlich ging er noch auf die ausgezeichnet vorbereitete und auch von den Medien angenommene Brotpreiserhöhung im Oktober 2006 ein, die ein voller Erfolg gewesen sei.
Geschäftsführer Gerd Wohlschlegel wies auf die bevorstehenden Hygieneseminare hin, welche am 21. März 2007 in Saarbrücken in der Handwerkskammer des Saarlandes und am 11. April 2007 in der Bäko Homburg stattfinden. Die Brotprüfung für die Innung Saarpfalz findet am 11. und 12. April 2007 in der Bäko Homburg statt.
Ausführlich erläuterte er das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, welches am 18. 8. 2006 in Kraft getreten ist und wichtige acht Diskriminierungsmerkmale enthält. Er erläuterte ausführlich diese Merkmale und auch Beispiele, insbesondere bei Bewerbungen, Entschädigungsleistungen bzw. Schadenersatz zu vermeiden. Abschließend erwähnte er auch die Fernsehsendung vom 23. Februar 2007 unter der Überschrift „Wir im Saarland - Brot“, wobei Landesinnungsmeister Schaefer und Geschäftsführer Wohlschlegel im Fernsehen Rede und Antwort standen.
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