Regional

Geschickte Hand und kluger Kopf

HWK Niederbayern-Oberpfalz feiert 1100 neue Meister / Bäckermeisterin geehrt


BayernStraubing (nik). „Meister sind eine berufliche Elite und Leistungsträger des Handwerks und Mittelstands“, betonte Präsident Franz Prebeck bei der traditionellen Meisterfeier der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in der Stadthalle Straubing. Bei dieser Feier wurden 1100 neu erworbene Meisterbriefe übergeben; 245 Meister wurden mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. Die beiden Kammerpräsidenten Franz Prebeck und Hans Stark ehrten die 20 besten Absolventen der Meisterprüfung aus Niederbayern und der Oberpfalz in einer eigenen Feierstunde im historischen Rathaussaal; darunter auch die Bäckermeisterin Mariele Ortmeier aus Ering/Inn.

Nach der Ehrung der Meisterbesten im Straubinger Rathaus und einem ökumenischen Gottesdienst in der Basilika St. Jakob wurden die neuen Handwerksmeister vor rund 2500 Gästen mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm in der Fraunhofer-Stadthalle gefeiert.

Präsident Hans Stark bezeichnete den Meisterbrief als Wertpapier, mit dem sich die Zukunft meistern lasse, jedoch nur mit ständiger Weiterbildung. Unter dem Motto „Augen auf – Handwerk ist immer und überall“ rief Präsident Franz Prebeck die Politik dazu auf, sich stärker um die praktische Handwerkerausbildung zu kümmern und nicht nur nach mehr Abiturienten und Hochschulabsolventen zu rufen. Auf der Bühne wurden besonders erfolgreiche Handwerksmeister mit ihren Berufe herausgestellt.

In seiner Festrede bei der Auszeichnung der besten Meister ging Franz Prebeck auf das hohe Ansehen des Handwerks in der Bevölkerung ein. Er gratulierte den 20 Meisterbesten und sagte, sie können stolz auf ihre Leistung sein. „Sie haben mit ihren Händen das wertvollste Werkzeug, denn damit können sie anpacken, formen und führen.“

Als eine der 20 Besten unter den 1100 Meisterinnen und Meistern wurde die Bäckermeisterin Mariele Ortmeier (27) aus Ering am Inn für ihre Leistung geehrt. Sie lernte ihren Beruf in der Bäckerei Fischer in Ering, arbeitete anschließend in verschiedenen niederbayerischen Betrieben und legte in Straubing die Meisterprüfung ab. Derzeit kümmert sie sich als Mutter um ihre zwei kleinen Kinder und kann sich vorstellen, sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig zu machen, wenn die Kinder größer sind.

HWK-Präsident Franz Prebeck erinnerte daran, dass es angesichts des schon bestehenden und zunehmenden Fachkräftemangels gelte, junge Leute für Handwerksberufe zu begeistern. Der Straubinger Bürgermeister Hans Lohmeier rief alle zur Weiterbildung auf und betonte: „Handwerk bedeutet, eine geschickte Hand mit einem klugen Kopf.“


Artikel vom 19.05.2010
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