Baden & Württemberg

Gemeinsam sind wir stark

Bäckerinnung Ulm attackiert Discountangebote


Neu-Ulm/Ulm (mde). Zur Versammlung“ mit Neuwahlen und Ehrungen hatte der Obermeister der Bäckerinnung Ulm, Helmut Wind, die Innungsmitglieder in den „Rasthof Seligweiler“ eingeladen. Umrahmt wurde die Versammlung vom Chor der Bäcker, dem Mitglieder der Innungen aus Ulm und Neu-Ulm angehören.

Mit dem Motto „Die Innung lebt – Gemeinsam sind wir stark“ geht die neugewählte Vorstandschaft der Bäckerinnung Ulm die anstehenden Probleme der Betriebe und Fachgeschäfte des Bäckerhandwerks in einem veränderten Markt an. Die Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen: Helmut Wind, (Obermeister) Marcus Staib, Ulm, (stellv. OM), Stanislaus Bratschko, Wilhelm-Ernst Friess jun., Stefan Kreibich, Reiner Mettmann, Uwe Stenzel, Martin Zeiser, Ulm (Vorstandsmitglieder).

Unter den Ehrengästen und Referenten der Versammlung waren Kreishandwerksmeister Max Semmler, der Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes der Württembergischen Bäcker, Andreas Kofler, der geschäftsführende Bäko-Vorstand Joost Bremer, die Obermeister der Bäckerinnungen Neu-Ulm und Blaubeuren-Ehingen, Kurt Wiedenmayer und Josef Heim, Gerold Vogg, Geschäftsführer der IKK Ulm-Biberach und Berndt Hartmann (Sach- und Haftpflichtversicherung der Bäcker). Obermeister Helmut Wind attackierte in seinem innungspolitischen Bericht vor allem die großen Discounter, welche die Situation des Bäckerhandwerkes mit Dumpingpreisen und dem Angebot „täglicher Frische“ verschärften. „Vor den Augen des Kunden werden bei den Backdiscountern frische Brote aus den Öfen geholt. Die Kunden denken dabei, dass diese Ware besonders frisch ist. Das ist jedoch oftmals ein Trugschluss“, sagte Wind. Diese Ware stamme häufig aus ausländischen Produktionsstätten. Sie komme zweimal in die Umluftbacköfen, was dazu führe, dass das Brot schneller austrockne und vorzeitig hart werde. „Warm ist gleich frisch“, diese gängige Meinung gelte es für die Handwerksbäcker auszuräumen. Das Bäckerhandwerk müsse sich nicht über den Preis, sondern über das Produkt und die Qualität von der Massenware abheben. „Für uns gilt Qualität und Frische. Wir müssen die Kunst des Verführens lernen und dem Billig-Zeitgeist mit Kleinem und Feinem Paroli bieten, dann treffen wir den Geschmacksnerv unserer Kunden“, so Wind.


Artikel vom 13.04.2006
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