Saarland
Gegen die Bäckerinnung Saarland votiert
Bäckerinnung Saarlouis/Merzig erreicht nicht erforderliche Mehrheit von 75 Prozent
Saarlouis/Merzig (gwe). Die Verbandsspitze mit Landesinnungsmeister Roland Schaefer, Geschäftsführer Gerd Wohlschlegel, aber auch der Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes und frühere Obermeister der Bäckerinnung Saarlouis/Merzig, Hans-Alois Kirf und der Innungsvorstand in seiner Mehrheit hatten sich das wohl anders vorgestellt und für eine Innungsfusion zur Bäckerinnung Saarland plädiert. Doch es kam anders! Obermeister Kolb eröffnete die eigens zum Zweck einer Fusion anberaumte Herbstversammlung der Bäckerinnung Saarlouis/Merzig und konnte außer den 21 stimmberechtigten Mitgliedern LIM Schaefer, Verbandsgeschäftsführer Wohlschlegel und den Ehrenobermeister seiner Innung, Hans-Josef Ernwein, begrüßen.
OM Kolb verwies auf die Fusionsversammlung am 17.10. 2006, auf der die drei Innungen Saarbrücken, Saarpfalz und Ottweiler/St. Wendel einstimmig für eine Fusion gestimmt haben. Die Innung Saarlouis/Merzig hatte mit 71 Prozent nicht die erforderliche Dreiviertelmehrheit für eine Satzungsänderung erreicht. Er bat darum, das Wohl seiner Innung aber auch der anderen Innungen im Auge zu behalten, wobei man an einer Fusion in Zukunft nicht vorbeikomme.
Strukturreform erforderlich
Nach vielen Diskussionsbeiträgen erläuterte auch der Kammerpräsident die Strukturreform, die eine Verschlankung der vertikalen Struktur verlange. Da im Saarland seit 1974 bereits die Kreishandwerkerschaften weggefallen seien, haben die Bäcker zur Bildung einer Landesinnung Nachholbedarf, da alle anderen Gewerke bereits Landesinnungen haben.
Die Gegenstimmen befürchteten einen Rückgang der Anwesenheit bei fachlichen und geselligen Anlässen, aber auch ein Zukurzkommen der Vorstandsvertretung der früheren Bäckerinnung Merzig. Auch die Bäko-Fusion zwischen Saarlouis und Homburg wurde als Beispiel für befürchtete Defizite angeführt.
Die geheime Abstimmung ergab eine Zustimmung zur Bäckerinnung Saarland von 66,6 Prozent. Damit wurde die erforderliche Mehrheit von 75 Prozent verfehlt. Die Führung der Innung erklärte, dass man das Ziel nicht aus den Augen verlieren wolle und zu gegebener Zeit noch einmal das Thema Fusion auf die Tagesordnung bringen wolle.
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