Baden & Württemberg

Gegen die McDonaldisierung


Karlsruhe (rgb). Gegen die „McDonaldisierung“ des Backhandwerks hat sich die Geschäftsführerin des Bäckerinnungsverbandes Baden, Ute Sagebiel-Hannich, in einem Gespräch mit dem Südwestrundfunk (SWR) ausgesprochen. „Wir betrachten die Ausbreitung der Selbstbedienungsbäckereien mit großer Sorge“. Die rund 2500 Handwerksbäckereien in Baden-Württemberg sehen sich durch die zunehmende Billigkonkurrenz bedroht, die ihre Teiglinge aus Osteuropa einführen. Mit dem Verschwinden der traditionellen Bäcker befürchtet sie auch einen Verlust der Vielfalt an Brot und Brötchen, besonders wenn der Kostendruck steige. Seit eineinhalb Jahren beobachte der Verband einen Preisverfall, der hauptsächlich auf SB-Bäcker zurückzuführen sei. Dort koste das Backwerk teils nur halb so viel. Qualität und Vielfalt will das Bäckerhandwerk der Billigkonkurrenz entgegensetzen, so Ute Sagebiel-Hannich weiter. Und für die Verbraucher gab sie noch den Tipp, dass man gute Brötchen unter anderem daran erkennen könne, dass sie noch genießbar sind, wenn sie etwas älter seien.



Artikel vom 16.06.2005
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