Sachsen
Fusion mit der Nachbarinnung im Visier
Bäckerinnung Landkreis Meißen wählte Vorstand neu / OM Liebe im Amt bestätigt
Meißen (ps). Bei den turnusmäßigen Neuwahlen der Bäckerinnung Landkreis Meißen wurde Bäckermeister Peter Liebe mit den Stimmen aller anwesenden Innungsmitglied in seinem Ehrenamt als Obermeister bestätigt. Dem neu gewählten Vorstand gehören ferner die Kollegen Günter Hiersemann (Stellvertreter), Bernd Ufert (Lehrlingswart) sowie als Mitglieder Roland Arnold, Peter Scherf und Karsten Liebscher an. Als Mitglieder des Kassen- und Rechnungsprüfungsausschusses wurden Andreas Franke, Manfred Riedel und Stan Schirmer gewählt. „In meinen Augen war dies der letzte Wahlakt in unserer Meißener Bäckerinnung“, betonte der alte und neue Obermeister, für den kein Weg an einer Fusion mit der benachbarten Bäckerinnung Riesa/Großenhain vorbeiführt. „Wenn wir als Innung weiterhin offensiv für die Interessen der Bäckermeister eintreten wollen, können wir dies nur in größeren und damit stärkeren Einheiten – nur dann sind wir in der Lage, nach außen in der Öffentlichkeit zu wirken und eine Lanze für unser traditionelles und zugleich modernes Handwerk zu brechen.“ Dieser Auffassung stimmte auch Matthias Brade, Obermeister der benachbarten Riesaer Innung zu, doch hat er mit einigen Vorbehalten vor allem bei vielen älteren Kollegen zu kämpfen. „Vom Prinzip her ist es jedoch richtig, wenn wir behutsam darangehen, uns eine gemeinsame Innung aufzubauen.“ Erste zaghafte Versuche und gemeinsame Vorhaben hatte es dazu bereits in der Vergangenheit gegeben: Gemeinsame Beratungen der Innungsvorstände, die gemeinsame Freisprechung der Lehrlinge aus den Mitgliedsbetrieben beider Innungen sowie die gegenseitige Teilnahme beim Bäckervergnügen und anderen geselligen Vorhaben.
Dass die Riesaer eine durchaus aktive und attraktive „Braut“ heiraten würden, kam im Geschäftsbericht von Obermeister Liebe zum Ausdruck: Er dankte den Vorständlern und Mitgliedern der Innung für ihre gute und konstruktive Mitarbeit in den zurückliegenden drei Jahren.
Als Gast nahm Frank Bretschneider, Betriebsberater beim Landesinnungsverband „Saxonia“ des sächsischen Bäckerhandwerks an der Innungsversammlung teil und stellte den Bäckermeistern die redaktionell überarbeitete Leitlinie für eine gute lebensmittelhygienische Praxis im Bäcker- und Konditoreihandwerk vor. Dieses Dokument bezahlt die Innung Meißen für ihre Mitglieder aus der Innungskasse. Darüber hinaus warb Bretschneider für die Teilnahme am Betriebsvergleich der sächsischen Handwerksbetriebe und für die neue Bäcker-Software bro:Tplus, die Innungsmitgliedern zum günstigen Vorzugspreis zur Verfügung gestellt werden wird und in die die Daten aus bisherigen einzelnen Software-Programmen problemlos übernommen werden können.
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