Niedersachsen
Fusion der Innungen Harburg / Lüneburg?
Obermeister Wohlgemuth auf der Versammlung der Innung Harburg wieder gewählt
Winsen/Luhe (pu). „Unseren Betrieben geht es langsam etwas besser. Damit können wir jedoch noch nicht zufrieden sein“ erklärte Obermeister Karl-Heinz Wohlgemuth auf der Herbstversammlung der Bäckerinnung des Landkreises Harburg im Winsener Gasthaus „Zum nassen End“. Die Betriebe müssen weiterhin große Anstrengungen unternehmen, um sich am Markt zu behaupten.
Seit mehr als einem Jahr laufen Gespräche mit der Innung Lüneburg über eine mögliche Fusion. Allerdings dürfe eine solche Gemeinschaft nicht zu großräumig werden, um den persönlichen Kontakt zu wahren. In den schwierigen Zeiten benötigen die Mitglieder eine Betreuung durch die Kreishandwerkerschaft vor Ort.
Bei den fälligen Wahlen zum Vorstand beriefen die Mitglieder ihren seit achtzehn Jahren amtierenden Obermeister Karl-Heinz Wohlgemuth einstimmig wieder. Lehrlingswart blieb Frank Soetebier.
Jens Schuhmacher übernahm den Posten des Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit und Christian Pries wanderte auf den Schriftführerposten. Der seit 1988 amtierende Kassenführer wurde für seine herausragenden Leistungen in verschiedenen Gremien der Handwerksorganisation mit dem „Ehrenmeisterbrief“ ausgezeichnet. Jürgen Heitmann übernahm seine Nachfolge als Kassenwart. Lars Ziesemer (Neuwulmsdorf) überreichte der Obermeister eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer Lüneburg-Stade zum 120-jährigen Bestehen seines Betriebes.
Steuerberater Josef Bünger forderte die Versammelten auf, die bestehenden Schwächen in den Betrieben aus zumerzen. Nach der Geiz-ist-geil-Welle geht es auch den großen Unternehmen schlecht. Der großen Verunsicherung der Kunden sollte mit einem Gefühl der Geborgenheit begegnet werden. Diese ließe sich durch den persönlichen Kontakt mit dem Verkaufspersonal erreichen. Die Verkaufsstellen sollten nicht länger an einen „sterilen Kreissaal“ erinnern. „Richten Sie Ihr Geschäft so ein, dass sie sich in Ihrem Laden wohlfühlen“, forderte Bünger. Er erwartete von den Bäckern, dass sie ihre alt überlieferte handwerkliche Fertigung wahren, sich mit innovativen Produkten eine Alleinstellung erringen und sich mit hoher Qualität ihrer Backwaren empfehlen.
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