Regional
Fusion angedacht
Innung Stuttgart: Erste Gespräche mit Nachbarinnung Rems-Murr
Baden & Württemberg Stuttgart (dk). Marketingaktionen, Satzungsänderungen und ein Vorschlag zur Fusion standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Bäckerinnung Stuttgart, zu der sich die Mitglieder in der Backstube von Iris und Dirk Voß getroffen haben.
In seinem Rückblick auf das abgelaufene Jahr konnte stellv. Obermeister Jürgen Frank mehrere Marketingaktionen aufzählen, die in der Öffentlichkeit auf eine tolle Resonanz gestoßen seien, aber auf ein eher geringes Interesse bei den Mitgliedbetrieben. So beteiligen sich beispielsweise beim Brotmarkt viel zu wenig Betriebe, obwohl durch den neuen Auftritt und die verbesserte Öffentlichkeitsarbeit die Resonanz absolut toll ist: „Ich kenne kein Handwerk, das es schafft, den Stuttgarter Schlossplatz für sich zu gewinnen – und wir nützen das viel zu wenig“, gab Frank zu bedenken. Vor allem vor dem Hintergrund der immer stärker werdenden Industriebäcker sei der Brotmarkt eigentlich ein tolles Feld zur aktiven Öffentlichkeitsarbeit. Interessenten können sich immer noch anmelden – am 8. Juli findet der Brotmarkt zum 20. Mal statt.
Über von der Handwerkskammer geforderte Satzungsänderungen informierte Geschäftsführer Frank Sautter und ließ die Mitglieder darüber abstimmen. Da bisher kein weiterer Obermeister-Stellvertreter und kein zusätzliches Vorstandsmitglied zur Mitarbeit gefunden werden konnte, muss die Satzung den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Künftig wird der Obermeister (OM) nur einen Vertreterhabe. Außerdem soll der Vorstand aus insgesamt mindestens fünf und höchstens neun Mitgliedern bestehen. Ergänzend wurde über eine neue Bemessungsgrundlage und Einzelheiten der Mitgliedschaft abgestimmt, wobei alle Punkte einstimmig angenommen wurden. Auf der neuen Satzung basierende Neuwahlen sollen dann auf der Herbstversammlung durchgeführt werden.
Über erste Gespräche zu einem Zusammenschluss mit der Nachbarinnung Rems-Murr berichtete OM Dieter Siegel. Ausgehend von einem Vorschlag von deren OM Georg Strohmaier (siehe nächste Seite) habe man sich im Vorstand Gedanken über eine Fusion gemacht: „Die Geschäftsführung an sich ist ja unter einem Dach und auch der Geschäftsführer ist der Gleiche. Aber wir brauchen Euch – die Mitglieder – dazu und eure Ideen“, forderte er die Teilnehmer auf, eine Fusion zu bedenken. Als Nutzen stellte er die effektivere Lobbyarbeit im Umgang mit Behörden heraus, erhöhtes Medienecho bei gemeinsamen Marketingaktionen sowie weiterhin angemessene Beiträge.
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