Sachsen
Frühschoppen zur Kundenbindung genutzt
19 Mitgliedsbetriebe der Bäckerinnung Dresden bieten den Blick hinter die Kulissen
Dresden (ad). Insgesamt 19 Mitgliedsbetriebe der Bäckerinnung Dresden beteiligten sich am schon traditionellen Bäckerfrühschoppen, zu dem die Innung alle Jahre wieder einlädt. Nachdem die Innung das Ereignis mit Hilfe der lokalen Medien bekannt gemacht hatte, nutzten zahlreiche Dresdner die Gelegenheit, bei angenehmer Atmosphäre mehr als nur einen Blick in die heiligen Hallen der Handwerksbetriebe zu werfen. Die Meister verzichteten auf ihren freien Tag und nahmen sich gern Zeit, um ihren Besuchern einige Geheimnisse des handwerklichen Backens nahe zu bringen. Und nicht nur die jüngsten Frühschoppen-Gäste kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Eine Premiere war die Teilnahme am Bäckerfrühschoppen der Dresdner Innung für den Inhaber der Bäckerei/Konditorei Matthias Graf. Der Meister hatte zur Vorbereitung dieser Aktion nach eigener Aussage „erheblichen Aufwand“ getrieben. „Schließlich hat man die Gelegenheit, mit den Kunden einmal gemütlich und ohne Zeitdruck ins Gespräch zu kommen und sich dabei als Handwerker im besten Sinne zu präsentieren, nicht so oft“, begründete Matthias Graf sein Engagement in Sachen Bäckerfrühschoppen.
Sein Betrieb liegt in der Alaunstraße im bunten Szeneviertel Dresden-Neustadt. Man muss die Gegend lieben, dafür wird es hier nie langweilig“, schildert Matthias Graf seine Erfahrungen. Insgesamt sei das Publikum hier sehr jung und offen für neue Ideen aus der Backstube.
Bei der Durchführung des Bäckerfrühschoppens konnte sich Matthias Graf auf die Unterstützung seiner Mitarbeiter – sieben arbeiten in der Produktion, drei Verkäuferinnen im Laden – verlassen.
„Obwohl Sonntag ist, arbeiten alle zum Nulltarif“, freute sich der Chef. Und zu tun gab es in der Backstube und im Verkauf reichlich.
Zur Freude der kleinen und großen Besucher wurde demonstriert, wie viel Handarbeit notwendig ist, bis aus den eingesetzten Zutaten Brötchen, Pizzastücke, Zöpfe und andere Produkte entstehen. Große Aufmerksamkeit erweckte auch die Vorführung eines Konditors, der vor den Augen der neugierigen Zuschauer filigrane Kunstwerke schuf.
Einen tollen Sonntagvormittag erlebten die jüngsten Besucher, die eifrig bei der Sache waren, um aus leckerem Teig Plätzchen auszustechen, die sie nach einem kurzen Aufenthalt im Backofen garnieren durften. Wen wundert's, dass dabei ein nicht geringer Teil des Teiges gar nicht bis in den Ofen kam, sondern zuvor weggenascht wurde …
Dass er auch aus seiner Backstube herauszuschauen gewillt ist, demonstrierte Matthias Graf mit seiner Tombola, bei der es verschiedenste Produkte aus eigener Herstellung zu gewinnen gab. Die Einnahmen aus dieser leckeren Verlosung landeten nicht in der Kasse seiner Bäckerei, sondern kamen einem Dresdner Kindergarten zugute.
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